Zwei, die beim Bierbrauen perfekt zusammenpassen
RIED/RIEDMARK. Nicht nur als Schwiegervater und Schwiegersohn verstehen sich Armando Kunz und Robert Wöckinger prächtig. Auch als Geschäftspartner ziehen die beiden beim Bierbrauen an einem Strang und beflügeln einander gegenseitig mit Ideen.

Das Bierbrauen hatte Armando Kunz immer schon fasziniert. Als er noch vor Jahrzehnten in einer Wohnung in Linz wohnte, machte er bereits erste Versuche mit Malz, Hopfen, Hefe und Wasser. „Die typische Geruchsentwicklung, die beim Bierbrauen entsteht, ist allerdings für das Nachbarschaftsklima in einem Mehrparteienhaus weniger optimal“, sagt Kunz augenzwinkernd.
Zeitgleich mit dem Hausbau in der Rieder Ortschaft Buchholz weitete der heute 59-Jährige, der im Hauptberuf Orthopädietechniker-Meister ist, seine Brauexperimente aus. Als eines Tages Robert Wöckinger nicht nur in das Leben seiner Tochter, sondern auch in seines trat und schließlich zum Schwiegersohn wurde, war dies wie ein Turbo für die Aktivitäten des langjährigen Hobbybrauers.
Perfekte Ergänzung
„Die Leidenschaft fürs Bierbrauen hat uns sofort verbunden“, erinnern sich die beiden. Gemeinsam wurden weitere Feldversuche gestartet. Als gelernter Maschinenbautechniker verfügte Wöckinger über das ideale Know-how, um die nötigen Edelstahltanks genau zu konzipieren. Von Jahr zu Jahr wurde das Duo professioneller. „Wir haben uns von Anfang an perfekt ergänzt, das gibt es selten – sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich“, sagt Armando Kunz. 2018 entschieden sich die beiden, Nägel mit Köpfen zu machen und offiziell ein Gewerbe mit allem Drum und Dran anzumelden. Das hieß auch, dass es ab nun viele Auflagen und Überprüfungen einzuhalten galt. Davon ließen sich die beiden jedoch nicht abschrecken. „Wir haben gesagt: Wenn wir weitermachen, dann g’scheit.“
Bei Bierfestivals vertreten
Dass was „G’scheites“ dabei rauskam, steht mittlerweile außer Frage. Buchholzer Bräu ist bereits in vielen Regionalläden sowie auf Bauernmärkten vertreten. Auch auf Bierfestivals (etwa dem Bier- und Kulinarikfest in Perg am 1. Juli) ist man regelmäßig präsent.
Was den beiden am Bierbrauen so gefällt, ist die Tatsache, dass man aus natürlichen Rohstoffen ein beliebtes Getränk herstellen kann. „Bier bringt einfach die Menschen zusammen“, sagt Robert Wöckinger und fügt hinzu: „Die größte Freude ist für uns, wenn wir merken, dass den Leuten unser Getränk schmeckt, und wir positives Feedback bekommen.“ Mittlerweile verfügt man auch über beachtliche sieben Sorten. Die Auswahl reicht von Kellerbier, Original und Bernstein über Dark Stuff, Pale Ale, Bockbier bis Hopf’n Lackl. Bei Letzterem geraten dessen Erfinder regelrecht ins Schwärmen: „Das ist was für Kenner, die eine echte Geschmacksexplosion erleben wollen.“
Für spezielle Anlässe wird auch immer wieder eine „Sonder-Edition“ hergestellt. „Damit uns nicht langweilig wird“, sagen die beiden scherzhaft. Die Gefahr, dass Letzteres irgendwann einmal passiert, ist allerdings gering. Zumindest nicht, solange beide in einem Raum sind und einander von ihren kreativen Ideen zum Thema Bierbrauen erzählen können. Infos unter: www.buchholzer-brauerei.at


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