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Hochwasser im Bezirk Perg: Höchstpegelstand wird heute Abend erreicht

Michaela Primessnig, 04.06.2024 16:21

BEZIRK PERG. Sowohl in Grein und Saxen als auch in Naarn, Mitterkirchen, Mauthausen und in der St. Georgener Bucht wurde die Phase 1 des Aufbaus der mobilen Dammelemente abgeschossen. Am Abend soll die Grein die Phase 2 in Angriff genommen werden, der Höchstpegelstand von prognostizierten 11,20 Metern soll in Grein am Abend erreicht werden.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder und Bezirkshauptmann Werner Kreisl besichtigen die Überflutungsgebiete der Donau in Saxen. (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder und Bezirkshauptmann Werner Kreisl besichtigen die Überflutungsgebiete der Donau in Saxen. (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)

In Saxen wird es am Nachmittag bereits zu ersten Überflutungen der B3 kommen. In Grein wurde der Campingplatz bereits in der Früh geräumt, dort tritt die Donau als erstes ans Ufer. „Einige Häuser, die außerhalb des Hochwasserschutzes leben, müssen in ihren Garagen und Kellerräumen auch mit Wasser rechnen, ansonsten sollten alle geschützt sein“, weiß Feuerwehr-Kommandant Klaus-Dieter Kurzbauer. In den Abendstunden wird der Damm in Grein weiter aufgebaut. „In der Nacht wird spätestens wird der Scheitel erreicht werden“, so Bezirkshauptmann Werner Kreisl. In Mauthausen wird es laut Prognosen nicht notwendig sein, die Phase 2 einzuleiten und den Damm weiter aufzubauen.

Lokalaugenschein mit Politikern in Mauthausen, Saxen und Grein

Bereits zu Vormittag machten sich Landeshauptmann Thomas Stelzer und Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger bei einem Lokalaugenschein in Mauthausen ein Bild von der Lage in Mauthausen, wo gerade die Einsatzkräfte mit den Dammaufbauarbeiten beschäftigt waren. „Oberösterreich ist gerüstet. Danke, an die vielen Männer und Frauen der Feuerwehren, die seit dem Wochenende für unser aller Sicherheit im Einsatz sind. Die nächsten Stunden werden nochmals herausfordernd. Am frühen Nachmittag wird laut Prognosen aber der Pegelhöchststand erreicht. Danach sollte sich die Lage entspannen“, so Stelzer und Langer-Weninger. Schon jetzt zeige sich damit, dass sich die Investitionen von 300 Millionen Euro in den Hochwasserschutz mehr als gelohnt haben.

„Alle Instanzen von Land OÖ bis Gemeinden arbeiten eng und effizient zusammen. So wurde unnötige Aufregung und gleichzeitig ein großes Schadenausmaß vermieden“, so Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger. Seitens der Feuerwehren, Bezirkshauptmannschaften und des Hydrographischer Dienstes wird die Situation weiter genauesten beobachtet. Laufende Reports der Bezirkshauptmannschaften zeigen, dass wir nicht in die Alarmstufe 2 inkl. Einrichtung eines Krisenstabes eintreten werden.

Landesrat Stefan Kaineder informierte sich vor Ort in Saxen und Grein beim behördlichen Einsatzleiter Bezirkshauptmann Werner Kreisl über die Lage und machte sich ein Bild vom Aufbau der Hochwasserschutzsysteme. „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Gemeinden und allen Verantwortlichen der Behörden für Engagement. Die die Natur kann unberechenbar sein und wir müssen uns angesichts der Klimakrise leider auch auf heftigere Unwetterereignisse einstellen. Damit steigt auch die Gefahr vor Überflutungen und Hochwasserereignissen“, warnt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder und verweist darauf, dass sich aktuell 77 Hochwasserschutzmaßnahmen mit Gesamtkosten von rund 172 Mio. Euro in Oberösterreich in Umsetzung befinden und für noch mehr Sicherheit sorgen werden.

Hochwasser-Updates

Auf der Website des Hydrographischen Dienstes des Landes OÖ werden regelmäßig Hochwasser-Updates sowie laufend die aktuellen Pegelstände veröffentlicht: https://hydro.ooe.gv.at


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