„KI und Robotik können enorm viel erleichtern“
SCHWERTBERG. Zeitraubende Routinetätigkeiten, die eigentlich automatisiert erledigt werden könnten, belasten oft den Arbeitsalltag und binden wertvolle Ressourcen. Ein junges Schwertberger Unternehmen hat sich nun auf die Erleichterung des Arbeitsalltages durch gezielten Einsatz von Robotic Process Automation (RPA) und Künstlicher Intelligenz (KI) spezialisiert.

In vielen Firmen kann man ein Lied davon singen: Routinetätigkeiten wie das Bearbeiten von E-Mails, das Abgleichen von Listen, das Eingeben von Daten oder das Schreiben von Rechnungen nimmt viel Zeit in Anspruch und belastet Mitarbeiter, denen diese Arbeitszeit für andere, wichtigere Dinge fehlt. Für zahlreiche dieser Tätigkeiten gibt es längst Möglichkeiten, sie automatisiert zu erledigen. „Doch viele Unternehmen – vor allem Klein- und mittelständische Betriebe – wissen oft nicht, wie sie die tollen Möglichkeiten der Robotik und KI konkret anwenden können“, sagt Evelyn Oberleitner, Geschäftsführerin von ProcessONE.
Ein Händchen für die digitale Transformation
Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Lukas Kragl hat die 27-jährige Schwertbergerin nun ein Unternehmen gegründet, das sich genau auf derartige Prozessautomatisierungen spezialisiert hat. Oberleitner, die über ein abgeschlossenes Masterstudium im Bereich Digital Business Management verfügt, ist im Zeitalter der digitalen Transformation aufgewachsen und beherrscht das Handwerkszeug, das man für die Nutzung von Robotik und KI braucht, aus dem Effeff. Ebenso wie ihr Lebens- und Geschäftspartner Lukas Kragl (34), einem studierten Wirtschaftswissenschafter und Ex-Fußballprofi bei LASK, der bereits bei einem großen Konzern eine umfassende Umstellung auf Digitalisierung managte.
„Viele haben im Umgang mit KI Berührungsängste“
Die Tatsache, dass einerseits so vieles durch einen klugen und gekonnten Einsatz von Robotik und KI erleichterbar wäre, aber andererseits noch große Scheu vor dieser Umstellung herrscht, veranlasste Oberleitner und Kragl, ihr Unternehmen ProcessONE zu gründen. Auch gebe es bisher wenige Experten auf diesem Gebiet. „Wichtig ist uns, dass wir durch die Automatisierung keine Mitarbeiter ersetzen. Im Gegenteil: Unsere Prozesslösungen spielen die Menschen frei von lästigen Arbeiten, die sowieso nur Zeit und Energie kosten oder für die man oft gar kein Personal mehr findet. Die Mitarbeiter können sich dann wieder auf das konzentrieren, was ihnen an ihrem Job wirklich Freude macht und arbeiten somit viel effizienter“, so Oberleitner.
„Mit einem fleißigen Praktikanten vergleichbar“
Den Menschen werde es trotz KI immer brauchen, ist die Schwertberger Jungunternehmerin überzeugt: „Ich vergleiche unsere digitalisierten Lösungen gerne mit einem fleißigen Praktikanten: Er nimmt einem viele Routinearbeiten ab und erleichtert einem das Arbeitsleben, aber trotzdem braucht er einen Vorgesetzten mit Erfahrung, Gespür und Wissen, der ihm auf die Finger schaut.“
Infos: www. processone.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden