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LANGENSTEIN. Die anhaltende Trockenheit und die Rekordhitze machen sich in Oberösterreichs Gewässern deutlich bemerkbar. Zahlreiche Flüsse und Bäche führen derzeit nur wenig Wasser, manche Abschnitte sind bereits trockengefallen. Bei einem Lokalaugenschein an der Gusen in Langenstein mit Landesrat Kaineder zeigte sich die angespannte Situation besonders deutlich.

  1 / 2   Ein Bild, das Unbehagen auslöst: Bürgermeister Christian Aufreiter, Franz Gillinger vom Gewässerbezirk Linz und LR Stefan Kaineder (v. l.) in der ausgetrockneten Gusen bei Langenstein (Foto: Land OÖ/Werner Dedl)

Die Gusen führt stellenweise kaum noch Wasser. In den verbleibenden kleinen Tümpeln steigen die Temperaturen auf bis zu 24 Grad, während gleichzeitig der Sauerstoffgehalt sinkt. Für Fische und andere Wasserlebewesen wird die Situation damit zunehmend kritisch. Auch die Wasserqualität leidet, weil Schadstoffe und Nährstoffe bei geringem Wasserstand weniger stark verdünnt werden.

„Kein vorübergehendes Phänomen“

„Was wir hier an der Gusen sehen, ist kein vorübergehendes Wetterphänomen. Das ist die Klimakrise, die ganz real vor unserer Haustür steht“, sagt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. Wenn Bäche und Flüsse austrocknen, gingen wertvolle Lebensräume und ein Stück Lebensqualität verloren.

Renaturierung als wichtiger Baustein

Um die Gewässer besser an die Folgen von Hitze und Trockenheit anzupassen, setzen Land und Bund unter anderem auf Renaturierungsmaßnahmen. Bäume entlang der Ufer spenden Schatten und helfen dabei, das Wasser kühl zu halten. Gleichzeitig sollen Wanderhindernisse beseitigt werden, damit Fische in kühlere Gewässerabschnitte ausweichen können.

Wie eine erfolgreiche Revitalisierung aussehen kann, zeigt die Waldaist an der Grenze zwischen Pregarten und Tragwein. Naturnahe Gewässerabschnitte bieten Pflanzen und Tieren bessere Lebensbedingungen und können dazu beitragen, die Auswirkungen von Hitze und Trockenheit abzumildern. 

Die aktuelle Situation an der Gusen und anderen Gewässern zeigt, wie wichtig solche Maßnahmen werden. „Wir dürfen die Augen vor dieser Entwicklung nicht verschließen, sondern müssen daraus lernen“, betont Kaineder.


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