SPÖ thematisiert Verkehr und Arztversorgung im Bezirk Perg
BEZIRK PERG. Die geplante Sperre der Donaubrücke Mauthausen und die Versorgung mit Frauenärzten waren Themen eines Pressegesprächs der SPÖ in Perg. Landesrat Martin Winkler, Landtagsabgeordneter Erich Wahl und Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz stellten dazu ihre Forderungen vor.

Die bestehende Donaubrücke soll 2028 für einen Tragwerkstausch rund drei Monate gesperrt werden. Die SPÖ nennt unter Berufung auf die Arbeiterkammer rund 22.000 Fahrzeuge, die täglich die Brücke queren. Für Pendler könnten sich je nach Strecke und Verkehrslage erhebliche Umwege und längere Fahrzeiten ergeben.
Wahl fordert einen verbindlichen Verkehrs- und Umleitungsplan sowie eine frühzeitige Einbindung der Bevölkerung. Zusätzliche Bus- und Bahnverbindungen sollen auf Schichtzeiten abgestimmt werden. Auch Betriebsshuttles und eine Abgeltung zusätzlicher Pendelkosten werden vorgeschlagen. Wohngebiete sollen vor Ausweichverkehr geschützt werden.
Offene Kassenstellen
Ein weiterer Schwerpunkt war die medizinische Versorgung von Frauen. Nach Angaben der SPÖ waren im Bezirk Perg mit Stand April 2026 zwei der drei gynäkologischen Kassenstellen unbesetzt. Als Folgen werden längere Wartezeiten, Fahrten in andere Bezirke und private Behandlungskosten genannt.
Die ÖGK kündigte laut den Unterlagen im Juli ein gynäkologisches Zentrum mit drei Kassenstellen für den Bezirk an. Schatz fordert, dieses um weitere Angebote zu ergänzen. Dazu zählen Geburtsvor- und -nachsorge, Beckenbodentraining sowie Unterstützung in den Wechseljahren. Die Mädchen- und Frauenberatungsstelle Perg soll in die Planung eingebunden werden.
Die vorgestellten Forderungen umfassen zudem eine gesicherte Finanzierung und einen verbindlichen Zeitplan für die Umsetzung.








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