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BEZIRK PERG. Das Bezirks-Feuerwehrkommando Perg blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2024 zurück. Neben den alltäglichen Herausforderungen prägten insbesondere Hochwassereinsätze im September und eine Großübung zur Waldbrandbekämpfung das Jahr.

Bezirks-Feuerwehrkommandant Eduard Paireder (Foto: Victor Vogelang)
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Die 46 Freiwilligen Feuerwehren zählen insgesamt 6.201 Mitglieder (davon 434 Frauen). Im Vorjahr wurden 2.089 Einsätze bewältigt und 40.300 Stunden geleistet. Dabei wurden 56 Personen und 108 Tiere gerettet. Am häufigsten rückten die FF-Mitglieder zu technischen Einsätzen (1.612 + 138 Hilfeleistungen) aus, gefolgt von Brandeinsätzen (258 + 81 Hilfeleistungen). „Wir haben eine schlagkräftige Feuerwehr mit 4.040 aktiven Mitgliedern“, sagt Bezirks-Feuerwehrkommandant Eduard Paireder. „Stolz sind wir auch auf unsere Jugend. Mit 796 Mitgliedern haben wir hier einen guten Zulauf. Dazu können wir auf 1.208 Reserve-Mitglieder zurückgreifen, die noch viele Tätigkeiten ausführen und eine große Stütze für die Feuerwehr sind. Erfreulich ist ebenso die Aufstockung bei den Atemschutzträgern.“

Hochwassereinsätze

Zahlreiche Hochwassereinsätze im September prägten das Vorjahr. „Wir sind dieses Mal mit einem blauen Auge davongekommen, wenn man die Situation zum Beispiel mit Niederösterreich vergleicht“, sagt Paireder. „Durch die starken Regenfälle haben sich vor allem Probleme aus dem Hinterland ergeben. Die Einsätze wurden ausgelöst durch extreme Wassermengen in Flüssen.“ So mussten zum Beispiel in Klamm Wohnobjekte durch stundenlanges Pumpen geschützt werden, da der Klambach über die Ufer trat.

Die Naarn überflutete Flächen im Gemeindegebiet von Perg. Wohnobjekte und das Stadtzentrum wurden durch Sandsäcke geschützt und Treibholz an Brücken entfernt. In Schwertberg wurden mehrere tausend Sandsäcke gefüllt, um ein Überlaufen der Ast zu verhindern. Die Feuerwehr errichtete in der Gemeinde Sandsackbarrieren und pumpte vollgelaufene Keller leer. In Bad Kreuzen, Grein und Münzbach blockierten Vermurungen und umgestürzte Straßen, diese mussten mit schwerem Gerät freigeräumt werden.

Ausbildungen und Großübung

Zur Sicherstellung eines hohen Ausbildungsstandards (Bewerbe, Leistungsprüfungen, Weiter- und Ausbildungen, Jugendarbeit, Organisation und Vorbereitungen) wurden 28.563 Stunden investiert. 1.939 Leistungsabzeichen wurden 2024 an Feuerwehrmitglieder verliehen. Bei der Waldbrandübung IncendiumEx 2024 waren 400 Einsatzkräfte mit mehr als 50 Fahrzeugen beteiligt. Einsatzorganisationen wie Bundesheer, Rettungshundebrigade, Polizei, Schifffahrtsaufsicht und Spezialkräfte der Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand. Dabei wurden Szenarien wie Höhenrettung, Personenrettung und Wasserversorgung in unwegsamen Gelände in St. Nikola an der Donau und Waldhausen im Strudengau trainiert. Hubschrauber und Drohnen unterstützten die Löschmaßnahmen. Beim Jugendlager im Juli in Katsdof nahmen 450 Jugendliche teil. Dabei wurden vor allem Teamwork und Geschicklichkeit gefördert. „Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam um Alexandra Köck und Patrick Mayrhofer“, sagt FF-Kommandant Eduard Paireder.

Ausblick

Im Jahr 2025 stehen bei der Feuerwehr zwei Schwerpunkt-Themen am Programm: Die Kampagne „Genug Platz im Einsatz“ soll die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass die Feuerwehr im Notfall mit den großen Einsatzfahrzeugen Platz braucht. Vor allem Autofahrer sollten dies beim Parken in engen Straßen bedenken. Im Herbst wird eine Kampagne gestartet, um neue Mitglieder zu gewinnen. Natürlich stehen auch wieder Leistungsprüfungen, Bewerbe und Weiterbildungen am Programm. Ein großes Augenmerk wird 2025 auf die Weiterentwicklung und Verbreitung der App FireOPS gelegt.


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