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WALDHAUSEN. Hildegard Neumaier aus Waldhausen und Nicole Kudla aus Neufelden setzen sich mit dem traditionellen Handwerk des Flechtens auseinander. Sie zeigen ihre Werke vom 7. Jänner bis 28. Februar im mük Freistadt. 

Hildegard Neumaier aus Waldhausen (Foto: Hans Hofer)
Hildegard Neumaier aus Waldhausen (Foto: Hans Hofer)

In ihrer gemeinsamen Ausstellung im mük zeigen sie, wie aus Weidenruten, Papier und anderen Materialien zeitlos schöne Objekte entstehen, die ihre jeweils ganz eigene Botschaft in die Welt tragen. Die Ausstellung in der Galerie im ersten Stock ist von 7. Jänner bis 28. Februar von Mittwoch bis Samstag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Weidenholz – biegsam, stark und lebendig

Der traditionellen Flechttechnik mit Weidenruten hat sich Hildegard Neumaier verschrieben. Unter dem Leitspruch „Hildegard – wie fia di gmocht“ erzählt sie mit ihren Werken vom Wert regionalen Handwerks und von der Idee, dieses mit schlichten Formen und feinen Details in die Gegenwart zu holen. Die Körbe und Taschen, die im mük ausgestellt werden, sind wertvolle Unikate, schön und langlebig.

„In meinen Arbeiten wird die Natürlichkeit der Weide spürbar – ob in funktionalen Stücken oder in dekorativen Objekten. Die Weide ist biegsam und lebendig und behält doch ihren ganz eigenen Charakter“, erklärt Hildegard Neumaier. Sie verbindet mit dem Naturmaterial Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Neumaier lebt und arbeitet auf einem Bauernhof aus Waldhausen. Neben dem Korbflechten widmet sie sich seit 2006 auch mit großer Leidenschaft dem Seifensieden. Unter dem Label „Natürlich Seife“ bietet die ausgebildete Seifensiederin ihre Erzeugnisse auch im mük an. 

Papier – zerschnitten, gefaltet, gewickelt, verflochten

In der Flechtwerkstatt von Nicole Kudla experimentiert die Künstlerin mit verschiedenen Materialien und Techniken. Aktuell steht Papier im Vordergrund. Sie zeigt im mük unterschiedliche Objekte, die sowohl funktionell als auch dekorativ sind. So erzählt etwa das Ausstellungsstück „Prothese“ von der Transformation von wertlos gewordenem Zeitungspapier zu einem dauerhaften Objekt. „Zeitungspapier ist alltägliches, vergängliches Material. Im Geflecht verarbeitet ist das neue Objekt körperlich, benutzbar, aber nicht mehr lesbar. Der Akt des Flechtens macht aus dem vergänglichen Medium ein dauerhaftes Objekt. Wie eine Prothese ersetzt dieses etwas Verlorenes, Vergängliches“, so erklärt Nicole Kudla ihre Arbeit.


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