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17 Weißstorch-Brutpaare schafften 2025 die erfolgreiche Aufzucht von 46 Jungstörchen

Mag. Michaela Maurer, 05.01.2026 15:45

BEZIRK. Der Weißstorch-Experte des Naturschutzbundes Oberösterreich Robert Gattringer ist zufrieden: Im Jahr 2025 kam es in Oberösterreich erneut zu vier Neuansiedelungen des Weißstorchs. Neue Horste wurden in Aigen-Schlägl, Rainbach, St. Georgen im Attergau und Perg (Hundetrainingsplatz) gegründet.

Weißstorch am Horst auf einem Flutlichtmast (Foto: Robert Gattringer)
Weißstorch am Horst auf einem Flutlichtmast (Foto: Robert Gattringer)

Insgesamt konnten in Oberösterreich 22 Brutpaare festgestellt werden. Von diesen Paaren waren 17 Horstpaare erfolgreich, das heißt, sie konnten Jungvögel aufziehen. Insgesamt sind 46 Jungstörche aus oberösterreichischen Horsten erfolgreich ausgeflogen.

Fünf Jungvögel in Perg

Besonders hervorzuheben ist der Horst in Perg (Bahnhof), wo fünf Jungvögel geschlüpft und alle erfolgreich ausgeflogen sind – ein außergewöhnlich gutes Ergebnis. Auch die Horste in Weißenkirchen/Moos, Reichenthal, Haslach und Ulrichsberg zeigten sehr gute Bruterfolge: An allen vier Standorten wurden jeweils vier Jungstörche erbrütet, die ebenfalls alle erfolgreich aufgezogen und ausgeflogen sind.

Die im Vorjahr neu besiedelten Horste in Neukirchen an der Vöckla und Leonstein wurden heuer nicht mehr besiedelt. Damit zeigt sich, dass manche Neuansiedelungen bisher nicht dauerhaft stabil sind und der Bestand regionalen Schwankungen unterliegt.

Verletzer Storch

In Arbing kam es heuer zu keinem Brutversuch, da das Weibchen eine Verletzung des Intertarsalgelenk aufwies. Durch die daraus resultierende Bewegungseinschränkung – das betroffene Bein konnte nicht mehr abgebogen werden – war es dem Weibchen nicht möglich, sich auf den Horst zu setzen und zu brüten. Auch in St. Oswald bei Freistadt war erneut ein Storchenpaar anwesend. Es besetzte den bestehenden Horst, jedoch kam es zu keiner Brut.

Besonderes Ereignis

In Bad Leonfelden kam es zu einer Rettungsaktion eines Jungstorches. Der junge Vogel war beim Ausfliegen abgestürzt und in ein aufgelassenes, noch gefülltes Schwimmbecken gefallen. Der geschwächte Storch konnte von der Feuerwehr geborgen und an die Tierrettung Freistadt übergeben werden.

Nach erfolgreicher Pflege und Aufpäppelung wurde der Jungstorch zwei Tage später wieder zum Horst zurückgebracht und freigelassen. Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll das engagierte Zusammenspiel von Bevölkerung, Feuerwehr und Tierschutz beim Schutz der heimischen Storchenpopulation.


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