Leserbrief – Waldhausen erinnert an die Verdienste von Josef Ratzenböck
Karl Grufeneder, Bürgermeister außer Dienst von Waldhausen im Strudengau, hat der Tips-Redaktion einen Leserbrief übermittelt.
Die historische Stiftsanlage in Waldhausen hätte ohne Landesausstellung nicht restauriert werden können. Bereits Bürgermeister Anton Reisinger pilgerte zu Landeshauptmann Josef Ratzenböck, um für eine Landesausstellung zu bitten. Die Antwort war: „Solche Objekte bekomme ich rund 50 im Jahr angeboten, ihr müsst etwas Geduld haben.“ Aber der Wille und der Mut, dieses Thema weiterzuverfolgen, war in der Pfarre und in der Gemeinde grundgelegt, sodass dieses Ziel immer wieder verfolgt wurde.
Als 1977 das oö. Landesmusikschulgesetz beschlossen wurde und Waldhausen als Landesmusikschul-Zweigstelle im Organisationsplan des Landes vorgesehen war, wurde die Zuversicht zur Erhaltung des historischen Gebäudes immer größer.
Unter Josef Pühringer als Landeshauptmann erfolgte dann der Zuspruch zur Landesausstellung in Waldhausen im Jahr 2002 mit dem Titel „Feste feiern – Feste erleben“, damit war die Rettung des historischen Stiftsgebäudes mit dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur gesichert.
Auch der Bau einer eigenen Musikschule auf der Basis eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses 1993, konnte weiter geplant werden, sodass am 24. September 2011 die Eröffnung der Musikschule mit neuem Musikheim stattfinden konnte.
Für diese positive Entwicklung in der Gemeinde gilt dem Verstorbenen der besondere Dank der Gemeinde, der Pfarre, des Musikvereines, des Kulturvereines, der beiden Pflichtschulen, die alle dadurch einen wunderbaren Veranstaltungsraum erhalten haben, sowie der gesamten musikbegeisterten Bevölkerung von Waldhausen.
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