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Strom aus Sonne und Wasser – Knollmühle in St. Georgan an der Gusen gilt als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit

Jennifer Wiesmüller, 26.01.2026 13:16

ST. GEORGEN/GUSEN. Die Knollmühle in St. Georgen an der Gusen war im Jahr 2025 der größte Stromeinspeiser der Erneuerbaren Energiegemeinschaft (EEG) Enns. Eine gute Gelegenheit für Gerd Liebig, Obmann der EEG Enns, die Knollmühle persönlich zu besuchen. Seine Eindrücke teilt er mit den Tips-Lesern.

V.l.: Geschäftsführer und Gesellschafter Lukas Knoll hatte Besuch von Gerd Liebig und Günter Gsellmann von der EEG Enns. (Foto: Knoll)

Die Knollmühle gehört in St. Georgen an der Gusen zu den umsatzstärksten Arbeitgebern in der Region und produziert hochwertige Mehlvariationen. In der Produktion steht dabei die Nachhaltigkeit klar im Vordergrund. Eigener, erneuerbarer Strom deckt ein Drittel der benötigten Strommenge im Jahr ab. Produziert wird der Strom durch drei Photovoltaik-Anlagen mit 100 Kilowatt-Peakleistung.

Eigenes Wasserkraftwerk

Direkt an der Gusen gelegen profitiert das Unternehmen auch von dem eigenen Wasserkraftwerk, das im Jahr etwa 350 Megawattstunden Strom direkt durch das Gusenwasser produziert. Damit erzeugt das Unternehmen insgesamt bis zu 450 Megawattstunden nachhaltigen und erneuerbaren Strom, der zu 85 Prozent im Unternehmen genutzt wird. Der Überschussstrom wird in die EEG Enns, Perg-West und Steyregg eingespeist und wird von deren fast 800 Konsumenten verwendet. Im Jahr 2025 war die Knollmühle der größte Stromeinspeiser der EEG. Der gesamte Strombedarf von mehr als 1.000 Megawattstunden im Jahr kann zu 30 Prozent aus eigener, nachhaltiger Energieproduktion abgedeckt werden.

 “Hochautomatisiertes Unternehmen“

Doch Nachhaltigkeit endet für Lukas Knoll, Geschäftsführer und Gesellschafter der Knollmühle, nicht bei der Stromerzeugung. „Unser Unternehmen ist hochautomatisiert und unsere Lieferketten sind großteils in Reichweite von 100 Kilometern erreichbar, was die Transportwege auch deutlich reduziert“, betont Knoll. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Knollmühle weiter zu stärken, investiert man gezielt in die Steuerungsoptimierung mit einer nahezu menschenlosen Produktion. Nur vier Personen steuern die dreischichtige Produktion, die von Oktober bis Jänner noch dazu unter Dauerlast steht.

Rohstoff findet nahezu 100 Prozent Verwendung

Bei der Knollmühle bekennt man sich zur Dezentralität und zu freiwilligen Energieaudits. Auch der Rohstoff Getreide wird konsequent genutzt: 80 Prozent des Korns gehen in das produzierte Mehl, die übrigen 20 Prozent werden teils fermentiert und weiterverwendet. Der Rohstoff findet nahezu 100 Prozent Verwendung. „Mehl aus dem Gusental ist wie der Strom der EEG Enns, Perg-West und Steyregg“, betont Gerd Liebig. „Konsequent dezentral zum Nutzen des regionalen Gewerbes und zur Freude der passionierten Bäcker und Feinschmecker – sei es als Hilfsmittel oder Endprodukt.“


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