Vom Leerstand zum Treffpunkt: Gleichenfeier im Schenkenfeldner Bürgergasthaus Marktschank
SCHENKENFELDEN. Nach sechs Jahren ohne Wirtshaus wird das Bürgergasthaus Marktschank in Schenkenfelden dank des Engagements von rund 320 Bürgern wiedereröffnet. Soeben fand die Gleichenfeier statt, die offizielle Eröffnung ist für den 30. Mai geplant.
In Schenkenfelden feierte man im Bürgergasthaus Marktschank am 20. Jänner die Gleichenfeier. Dabei handelt es sich um ein Projekt, welches nur durch den Zusammenhalt und ehrenamtlichem Engagement von rund 320 Unterstützern und Bürgern, möglich wird. Jeder von ihnen steuerte hier mindestens 500 Euro in Form einer Beteiligung bei, wodurch auch rund 350.000 Euro in Summe für das Projekt zusammenkamen.
Starkes Miteinander als Fundament
Die Spender und Mitglieder kommen von Linz über Hellmonsödt bis Freistadt, „in erster Linie aber sind es direkt Einheimische“, berichtet auf Tips-Anfrage Marktschank-Sprecher und Hans Pötscher (73), der einst Bürgermeister war und Ehrenbürger seiner Gemeinde ist.
Fast alle Vereine aus Schenkenfelden sind hier selbst Mitglied – vom Musikverein und Sportverein über die Lebenswelt bis hin zur Feuerwehr. „Die dann auch aktiv als Gäste künftig unser Gemeinschaftswirtshaus nutzen werden“, meint Pötscher und ergänzt: „Im Ortskern selbst gibt es schon seit sechs Jahren kein Wirtshaus mehr. Die ersten Ideen dazu wurden Ende 2024 geboren, selbst mit Bürgerbeteiligung wieder eines ins Leben zu rufen.“
„Die groben Drecksarbeiten, wie man so sagt, sind nun fertig: Fußbodenheizung, Estrich, Mauern, es wurde bereits fest ausgeheizt, man kann schon reingehen. Daher auch die Gleichenfeier mit dem Kernteam der freiwilligen Helfer im Gebäude der Marktschank“, klärt Pötscher auf.
Eröffnung rückt näher – Betrieb startet im Frühjahr
Die feierliche Eröffnung mit Politik ist fix am 30. Mai angesetzt. Zuvor gibt es Ende April schon einen Probebetrieb, um zu schauen, dass dann mit der offiziellen Eröffnung alles gut läuft, so der Marktschank-Sprecher. Geöffnet soll dann immer mittwochs bis sonntags sein. Man wird hier auf klassische, traditionelle, gutbürgerliche und bodenständige Hausmannskost. „passend fürs Mühlviertel“ setzen.
Geschäftsführer gesucht
Mitarbeiter wie Koch und Servicekräfte wurden auch schon gefunden, sie kommen ebenso aus der Region. Wen man noch händeringend braucht, wäre ein „Geschäftsführer im Vollzeitausmaß, der aber auch aktiv im Service mithilft, organisiert, die Gesamtleitung im Überblick behält und einfach überall aktiv mitarbeitet.“
Das gesamte Wirtshaus befindet im Erdgeschoss, es wird ein Extrastüberl für die Jugend geben, eine Gaststube, einen Restaurantbereich, alles barrierefrei, mit Schiebetüren, „wo man, wenn man alle Schiebetüren aufmacht, insgesamt Platz für 120 Gäste hat, ideal für große Feiern“, so Pötscher. Plan sei, dass man für 60 bis 70 Gäste geöffnet hat. Und im Sommer wird es dann auch einen Schanigarten geben, „mit Sonnenschirmen natürlich“, verrät Pötscher.
Die nächsten Schritte
„Die Küche ist bestellt, wird Ende Februar geliefert, der Maler und der Installateur kommen jetzt noch und die restliche Einrichtung“, freut sich Pötscher auf den finalen Countdown. Und wer das Bürgerwirtshaus auch noch aktiv unterstützen will, kann zum Beispiel schon Konsumations-Gutscheine erwerben.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden