Ausstellung beleuchtet den Missbrauch von Menschen für archäologische Zwecke in der NS-Zeit
ST. GEORGEN/GUSEN. Die Ausstellung „Widerstand - Tod - Überleben. Zu den archäologischen Ausgrabungen im Konzentrationslager Gusen“ im Museum im Haus der Erinnerung in St. Georgen an der Gusen kann noch bis Ende des Jahres 2026 besucht werden.

Die Ausstellung führt Besuchende von der Spätbronzezeit, ins Mittelalter und über die NS-Zeit ins Heute. Im Mittelpunkt stehen jene Objekte, die von Häftlingen im KZ Gusen ausgegraben werden mussten. Es handelt sich um bedeutende Funde eines spätbronzezeitlichen Gräberfelds. Um die Umstände der KZ-Zwangsarbeit in den 1940er Jahren verständlich zu machen, werden zusätzlich Alltagsgegenstände des KZ Gusen ausgestellt.
Die Situation der archäologischen Zwangsarbeiter im „Kommando Spilberg“ und in den „KZ-Ausgrabungs- und Museumskommandos“ wird durch die Lebensgeschichte der KZ-Häftlinge Kazimierz Gelinek, Władysław Gębik, Józef Eugeniusz Iwinski und Johann Gruber greifbar gemacht. Die Ausstellung zeigt mit ausgewählten Objekten, wie in der NS-Zeit Menschen für Archäologie missbräuchlich eingesetzt wurden.


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