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Open-Air-Filmretrospektive in Mauthausen: "Auf den Trümmern der Vergangenheit – Gesellschaft im Wandel"

Michaela Aichinger, 07.08.2026 15:46

MAUTHAUSEN. Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen zeigt von Mittwoch, 19. August, bis Samstag, 22. August, an vier Abenden Filme über Nationalsozialismus, Erinnerung und gesellschaftlichen Wandel. Die Vorführungen vor dem Besucherzentrum beginnen jeweils um 20.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Filmabend bei der Gedenkstätte Mauthausen (Foto: Mauthausen Memorial / Julius Sevcik)
Filmabend bei der Gedenkstätte Mauthausen (Foto: Mauthausen Memorial / Julius Sevcik)

Mit der diesjährigen Open-Air-Filmretrospektive „Auf den Trümmern der Vergangenheit – Gesellschaft im Wandel“ gehen die Kuratoren Elisabeth Streit und Tom Waibel (Österreichisches Filmmuseum) anhand von vier Filmen aus unterschiedlichen Jahrzehnten der Frage nach, wie es der nationalsozialistischen Bewegung vor bald einem Jahrhundert gelang, die Gesellschaft zu entzweien und die Welt in den Abgrund zu reißen.

„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.“

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stand der gemeinsame Leitsatz: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus.“ Doch auch diese Werte sind in den vergangenen Jahrzehnten brüchig geworden: Autokratische Machthaber attackieren sie, gesellschaftliche Umbrüche unterminieren sie, in sozialen Medien werden sie verlacht und von Tech-Millionären verunglimpft.

Solidarisches Miteinander

Geschichte nicht als lineare Bewegung des Fortschritts, sondern als Ergebnis vergangener Katastrophen zu begreifen und zugleich auf einem solidarischen Miteinander zu beharren, kann Perspektiven für künftige Gesellschaften eröffnen. Wenn das Licht der Erkenntnis zu leuchten beginnt, wird wirkliches Sehen möglich.

Vier Filmabende über Erinnerung und Widerstand

Am Mittwoch, 19. August, um 20.30 Uhr eröffnet „Zwei Herren im Anzug“ die Filmreihe. Der deutsche Farbfilm von Josef Bierbichler aus dem Jahr 2018 dauert 139 Minuten. Zu sehen sind unter anderem Josef Bierbichler, Martina Gedeck, Simon Donatz und Irm Hermann.

Am Donnerstag, 20. August , um 20.30 Uhr folgt „Lebenslinien. Elisabeth – Die Erde versinkt“. Der 103-minütige österreichische Farbfilm aus dem Jahr 1983 stammt von Käthe Kratz. Es spielen unter anderem Eva Linder, Dietrich Siegl, Maria Bill und Julia Gschnitzer.

Am Freitag, 21. August , um 20.30 Uhr wird „Stärker als die Nacht“ gezeigt. Slatan Dudows 117-minütiger Schwarz-Weiß-Film entstand 1954 in der Deutschen Demokratischen Republik. Zur Besetzung gehören Wilhelm Koch-Hooge, Helga Göring, Kurt Oligmüller und Rita Gödikmeier.

Den Abschluss bildet am Samstag, 22. August , um 20.30 Uhr „Sturm kommt auf: Teil 2“. Der 90-minütige deutsche Farbfilm aus dem Jahr 2025 wurde von Matti Geschonneck inszeniert. Es spielen unter anderem Josef Hader, Susi Stach, Sigi Zimmerschied und Sebastian Bezzel.

Kuratoren

Die Filmretrospektive der KZ-Gedenkstätte Mauthausen 2026 wird kuratiert und moderiert von Elisabeth Streit und Tom Waibel (Österreichisches Filmmuseum) in Zusammenarbeit mit Stephan Matyus (KZ-Gedenkstätte Mauthausen). Die Urheberrechte an allen Texten liegen bei Elisabeth Streit und Tom Waibel.

Die Filmvorführungen beginnen an allen vier Abenden um 20.30 Uhr vor dem Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen. Jeder Film wird mit einem kurzen Einführungsvortrag eröffnet. Im Anschluss findet ein Publikumsgespräch statt.

Die Filmretrospektive findet bei jedem Wetter statt. Das Bistro der Gedenkstätte ist an allen Abenden bis zum Beginn der Vorführung geöffnet.

Am Samstag fährt um 14 Uhr ein kostenloser Shuttlebus in Wien ab. Zudem wird ein kostenloser Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen angeboten. Für beide Angebote ist eine Anmeldung erforderlich.

Weitere Infos: www.mauthausen-memorial.org/de/Teilnehmen/Veranstaltungen/Open-Air-Filmretrospektive-1


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