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Zivilschutztag ruft Sirenensignale und ihre Bedrohungsszenarien wieder ins Gedächtnis

Mag. Melanie Mai, 25.09.2021 10:55

BEZIRK PERG. Am 2. Oktober findet der heurige Zivilschutztag statt. Dabei wird auf die Bedeutung der unterschiedlichen Sirenensignale und die richtige Verhaltensweise bei einer Bedrohung hingewiesen.

OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner aus der Machlandgemeinde Naarn. (Foto: OÖ Zivilschutz)

Seit 1998 gibt es in Österreich bereits die jährliche Sirenenprobe – immer am ersten Samstag im Oktober. Fälschlicherweise wird dabei häufig das Testen der Sirenen auf ihre Funktionstüchtigkeit in den Vordergrund gestellt. „Viel wichtiger ist aber, dass an diesem Zivilschutztag die Bedeutung der Sirenensignale der Bevölkerung ins Bewusstsein gerufen wird, denn die Sirenen ertönen jeden Samstagmittag und werden damit ausgiebig getestet“, erklärt OÖ Zivilschutz-Geschäftsführer Josef Lindner aus Naarn und ergänzt: „Außerdem sind für viele Bürger Katastrophenfälle wie beispielsweise Überflutungen unvorstellbar – der heurige Sommer hat aber leider viele eines Besseren belehrt. Und für genau solche Notsituationen brauchen wir unser Alarmierungssystem.“

Sirenengeräusche

Am 2. Oktober ist es wieder soweit und ab 12 Uhr ertönen die vier Zivilschutz-Sirenensignale im Viertelstunden-Abstand. Als Erstes hört man für 15 Sekunden eine Sirenenprobe. Danach folgt ein dreiminütiger gleichbleibender Dauerton. Dieser bedeutet „Warnung“. Dieses Signal wird ausgelöst, wenn die Bevölkerung vor herannahenden Gefahren gewarnt wird. Radio einschalten und Verhaltensmaßnahmen beachten. Danach folgt der „Alarm“, hörbar als einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Hier steht die Gefahr unmittelbar bevor. Radio einschalten und Verhaltensmaßnahmen beachten. Ein einminütiger gleichbleibender Dauerton gibt dann „Entwarnung“. Dennoch müssen weiterhin die Durchsagen im Radio beachtet werden, da es vorübergehend bestimmte Einschränkungen geben kann.

Bei Bedrohung richtig handeln

Die zu treffenden Maßnahmen hängen von der Art des Katastrophen-Ereignisses ab. Sie werden bei Hochwasser andere sein, als bei einer Bedrohung durch radioaktiven Niederschlag. Deswegen erinnert der OÖ Zivilschutz in der Zivilschutzwoche, die in den Zivilschutztag mündet, die Bevölkerung auch an die erste und wichtigste Maßnahme: Sobald ich ein Sirenensignal  - egal um welches Sirenensignal es sich dabei handelt – höre, heißt das, ich muss das Radio einschalten. So erhalte ich die Informationen und Handlungsweisungen der Behörden im Ernstfall. “Wir sind in Österreich in der glücklichen Lage, über ein funktionierendes Alarmierungssystem mit mehr als 8.000 Sirenen zu verfügen. Damit es seinen Zweck erfüllt, müssen die Bürger aber auch wissen, was zu tun ist“, sagt Lindner weiter.

Am Zivilschutztag ertönen aber nicht nur die Sirenen – das Bundesministerium für Inneres informiert über die App Katwarn über die Sirenenprobe. Und auch die oberösterreichischen Bürger, die für das Zivilschutz-SMS angemeldet sind, erhalten eine Nachricht von ihrer Gemeinde – als Erinnerung an den Zivilschutztag. Diese SMS ist für die Gemeinden ein unkompliziertes, verlässliches Krisenkommunikationsmittel auf regionaler Ebene. Die Bürger können sich kostenlos auf www.zivilschutz-ooe.at dafür anmelden.

 Nähere Informationen zum Zivilschutztag, dem Stresstest und dem krisenfesten Haushalt gibt es unter www.zivilschutz-ooe.at. Sicherheitsprodukte wie die das Zivilschutz-Notfallradio, die Zivilschutz-Notkochstelle, Notfall-Toilettenbeutel oder auch Warnwesten gibt es im Zivil- und Katastrophenschutz-Shop www.zivilschutz-shop.at.


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