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55 Jahre Lebenshilfe OÖ: Landeshauptmann Stelzer feiert in der Lebenshilfe-Werkstätte Perg

Olivia Lentschig, 22.10.2024 14:04

PERG/OÖ. Die Lebenshilfe Oberösterreich hat sich seit ihrer Gründung am 21. Oktober 1969 zu einer der landesweit größten sozialen Organisationen entwickelt. Der 55. Geburtstag wurde in ganz Oberösterreich in allen Einrichtungen gefeiert. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und weitere Ehrengäste feierten in der Lebenshilfe-Werkstätte Perg mit.

  1 / 4   (V.l.) Lebenshilfe-Präsident Stefan Hutter, Lebenshilfe-Vizepräsident Michael Fröschl, Haussprecher der Lebenshilfe-Werkstätte Hannes Breuer, Vizepräsidentin Birgit Brunsteiner, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Lebenshilfe-Geschäftsführer Gerhard Scheinast mit der Geburtstagstorte anlässlich 55 Jahre Lebenshilfe OÖ. (Foto: Max Mayrhofer Land OÖ)

Seit 55 Jahren begleitet die Lebenshilfe Oberösterreich Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung über den gesamten Lebensbogen.

Eltern, die nicht wussten, was ihre Kinder mit Beeinträchtigung nach der Schule einmal machen sollten, haben 1969 den Anstoß für die Gründung der Lebenshilfe OÖ gegeben. 55 Jahre später hat sich die Lebenshilfe zu einer der landesweit größten sozialen Organisationen entwickelt. Der aus einer Elterninitiative entstandene Verein ist eine starke Stimme für Menschen mit Beeinträchtigung. An über 100 Standorten werden Menschen mit Beeinträchtigung über den gesamten Lebensbogen begleitet.

„55 Jahre gemeinsam“

Unter dem Motto des Jubiläumsjahres „55 Jahre gemeinsam“ wurde am Gründungstag, dem 21. Oktober, in allen Einrichtungen das 55-jährige Jubiläum gefeiert. Lebenshilfe-Präsident Stefan Hutter, Vizepräsidentin Birgit Brunsteiner und Vizepräsident Michael Fröschl sowie Lebenshilfe-Geschäftsführer Gerhard Scheinast freuten sich, Landeshauptmann Thomas Stelzer und weitere Ehrengäste in der Lebenshilfe-Werkstätte Perg begrüßen zu dürfen: „Wir haben in den vergangenen 55 Jahren viel geschafft und sind bei der Inklusion auf einem guten Weg – darauf sind wir stolz und das gehört auch gefeiert.“

Gemeinsam Herausforderungen meistern

Landeshauptmann Thomas Stelzer dankte für den Einsatz: „In Oberösterreich halten wir zusammen und helfen jenen, die Unterstützung brauchen. Gemeinsam können alle Herausforderungen gemeistert werden. Das verkörpert die Lebenshilfe seit 55 Jahren – und hoffentlich noch viele Jahrzehnte.“ Nationalratsabgeordnete Rosa Ecker, MBA, die in Vertretung von FPÖ-Parteiobmann Manfred Haimbuchner teilnahm, Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz, die in Vertretung von SPOÖ-Chef Michael Lindner, dabei war und die Vertreterin des Landes Oberösterreich Irene Zillner schlossen sich der Gratulation an.

Weiter unter den Gästen waren Landtagsabgeordneter und Bürgermeister der Stadt Perg Anton Froschauer und mit Georg Schürz, Geschäftsführer des Klosters Baumgartenberg, ein Kooperationspartner der Lebenshilfe-Werkstätte Perg für die Integrative Beschäftigung.

Bevor die Geburtstagstorte angeschnitten wurde, schauten die Gäste den Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, die in der Werkstätte beschäftigt sind, bei der Arbeit über die Schultern und legten in der Keramikgruppe auch selbst Hand an.

Bilanz zu 55 Jahre Lebenshilfe Oberösterreich

In ganz Oberösterreich begleiten über 1.700 Mitarbeiter der Lebenshilfe OÖ knapp 2.000 Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in der Frühförderung und Familienbegleitung, in Kindergärten, einem Hort sowie im Bereich Arbeit und Wohnen. In Letzterem betreibt die Lebenshilfe mit über 600 Wohnplätzen rund 20 Prozent des Gesamtangebots in Oberösterreich. Der starke Angehörigenverein Lebenshilfe OÖ kämpft seit der Gründung für die Schaffung von Wohnplätzen und hat dabei schon viel erreicht.

Pflegehaus für letzten Lebensabschnitt

Die Lebenshilfe OÖ hat den Anstoß für das aktuell laufende Ausbauprogramm für Wohnplätze des Landes Oberösterreich gegeben und man ist sich mit der Politik einig, dass dieses Programm fortgesetzt werden soll. Neben dem weiteren Ausbau der Wohnplätze ist das zweite Ziel der Lebenshilfe OÖ im Bereich Wohnen, erstmals ein Pflegehaus für den letzten Lebensabschnitt zu eröffnen.

„Gehalt statt Taschengeld“

Im Bereich Arbeit hat die Lebenshilfe in den vergangenen Jahren stark an der Öffnung der Werkstätten gearbeitet und Angebote geschaffen, bei denen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung aufeinandertreffen. Die Lebenshilfe betreibt mittlerweile mehrere eigene Shops, Cafés, Hofläden, eine Jausenstation und Anfang November wird in Mondsee ein Weltladen eröffnet. Die wichtigste Öffnung ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen in Form der Integrativen Beschäftigung, wo es bereits mit über 100 Firmen eine Kooperation gibt und laufend neue Partner gesucht werden. Als große Forderung im Bereich Arbeit fehlt noch immer die Umsetzung von „Gehalt statt Taschengeld“.


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