Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

OÖ. Sommerliche Hitze und Badeausflüge bergen Risiken, die oft unterschätzt werden. Das OÖ Rote Kreuz informiert über die häufigsten Sommernotfälle, erklärt, worauf im Ernstfall zu achten ist, und gibt einfache Tipps, mit denen sich Leben retten lassen.

Bei einem Sommernotfall ist es wichtig, rasch zu handeln. (Foto: OÖRK/Karin Lohberger Photography)
  1 / 2   Bei einem Sommernotfall ist es wichtig, rasch zu handeln. (Foto: OÖRK/Karin Lohberger Photography)

Ein Sprung ins kalte Wasser nach stundenlangem Sonnenbaden, ein Kreislaufkollaps beim Wandern oder ein Kind, das am Badesee plötzlich untergeht: Mit den sommerlichen Temperaturen steigt auch die Zahl der Notfälle.

„Die meisten Sommernotfälle beginnen harmlos und werden unterschätzt. Dabei können wenige Minuten entscheidend sein. Wer weiß, was zu tun ist, kann Leben retten“, sagt OÖ Rotkreuz-Präsident Gottfried Hirz.

Hitze als unterschätzte Gefahr

Hohe Temperaturen können den Körper rasch an seine Grenzen bringen. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen. Typische Anzeichen eines Hitzenotfalls sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, ein hochroter Kopf, erhöhte Körpertemperatur sowie Schüttelfrost.

„Für Ersthelfer ist die genaue Unterscheidung zwischen Sonnenstich und Hitzschlag nicht entscheidend. Wichtig ist, rasch zu handeln. Schatten, Kühlung und ausreichend Flüssigkeit können verhindern, dass sich der Zustand weiter verschlechtert“, sagt Roman Herndl, Erste-Hilfe-Verantwortlicher der Rotkreuz-Akademie.

Betroffene sollten umgehend an einen kühlen Ort gebracht, Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern gekühlt und mit ausreichend Flüssigkeit versorgt werden. Bewährt haben sich Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte. Bessern sich die Beschwerden nicht rasch, sollte medizinische Hilfe angefordert werden.

Warnsignale im Wasser erkennen

Neben der Hitze zählt auch Wasser zu den größten Gefahren des Sommers. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit kamen 2024 österreichweit 39 Menschen durch Ertrinken ums Leben. Ertrinken zählt weiterhin zu den häufigsten tödlichen Unfallursachen bei Kindern.

„Viele Menschen stellen sich einen Ertrinkungsunfall laut und dramatisch vor. Tatsächlich passiert er oft nahezu geräuschlos. Vor allem kleine Kinder können innerhalb weniger Sekunden untergehen, ohne dass es jemand bemerkt. Aber auch Erwachsene können beispielsweise aufgrund eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls plötzlich und ohne Hilferufe unter die Wasseroberfläche geraten. Deshalb ist Aufmerksamkeit am Wasser so wichtig“, sagt Herndl.

Alarmzeichen sind Personen, die plötzlich untergehen, ungewöhnlich reglos im Wasser treiben oder am Beckenboden liegen. Wer vermutet, dass eine Person in Not geraten ist, sollte sofort weitere Personen aufmerksam machen, Hilfe organisieren und bei Rettungsversuchen stets auf den Eigenschutz achten.

Die wichtigste Regel im Notfall

Viele Menschen haben Angst, im Notfall etwas falsch zu machen. Diese Sorge ist unbegründet. Das OÖ Rote Kreuz betont, dass Erste Hilfe einfach ist. Und das gilt bei Kindernotfällen genauso.

Verwiesen wird im Notfall auf die einfache Regel „Prüfen – Rufen – Drücken“: Zunächst sollte überprüft werden, ob die betroffene Person auf Ansprache oder Berührung reagiert. Ist das nicht der Fall, muss umgehend der Notruf 144 verständigt werden. Atmet die Person nicht oder nicht normal, sollte sofort mit der Herzdruckmassage begonnen werden, bis der Rettungsdienst eintrifft oder die Person wieder normale Lebenszeichen zeigt.

Erste Hilfe lernen und vorbereitet sein

„Je früher die Rettungsleitstelle eingebunden wird, desto schneller kann professionelle Hilfe organisiert werden. Gleichzeitig erhalten Ersthelfer am Telefon konkrete Anleitungen für die nächsten Schritte“, sagt Herndl und fasst seinen wichtigsten Sommertipp kurz zusammen: „Viel trinken, Schatten suchen und bei einem Notfall nicht zögern. Wer den Notruf wählt, bekommt entscheidende Tipps und macht somit das Richtige.“

Weitere Informationen sowie Termine für Erste-Hilfe-Kurse in der Nähe finden sich unter www.erstehilfe.at.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

In Großküchen landet immer weniger Essen im Müll

In Großküchen landet immer weniger Essen im Müll

BEZIRKE FREISTADT/PERG. Oberösterreichs Großküchen haben ihre Lebensmittelabfälle in den vergangenen sieben Jahren um rund ein Viertel reduziert. ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
Volkshilfe Perg bietet Unterstützung im Haushalt

Volkshilfe Perg bietet Unterstützung im Haushalt

PERG. Putzen, Wäschewaschen, Bügeln oder Einkaufen: Das Haushaltsservice der Volkshilfe unterstützt Menschen in Perg bei verschiedenen Arbeiten ...

Tips - total regionalGugler Marvin
Appetit auf Regionales: Pabneukistl lädt zur Produktverkostung

Appetit auf Regionales: Pabneukistl lädt zur Produktverkostung

BEZIRK PERG/ARBING. Kennenlernen, mitmachen und verkosten heißt es von 16. bis 18. Oktober wieder bei zahlreichen FoodCoops, Solidarischen Landwirtschaften ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
In Perg heißt es zum achten Mal Kleidertausch statt Kleiderschrank

In Perg heißt es zum achten Mal "Kleidertausch statt Kleiderschrank"

PERG. Zur Kleidertauschparty lädt der Verschönerungs- und Stadtentwicklungsverein Perg (VSV) am Freitag, 16. Oktober. Von 15 bis 17 Uhr können ...

Tips - total regionalMag. Claudia Greindl
Erstes MRT für den Bezirk Perg 

Erstes MRT für den Bezirk Perg 

PERG. Das geplante MRT- und CT-Zentrum im Ärztezentrum Perg nimmt konkrete Formen an. Anfang der Woche wurde das MRT-Gerät mit einem Kran in ...

Tips - total regionalGugler Marvin
Ökumenische Gedenkfeier im Klosterhof Baumgartenberg

Ökumenische Gedenkfeier im Klosterhof Baumgartenberg

BAUMGARTENBERG. Die mobilen Hospiz- und Palliativteams des Roten Kreuzes im Bezirk Perg laden am Mittwoch, 14. Oktober, um 19 Uhr zu einer ökumenischen ...

Tips - total regionalGugler Marvin
Weitere Beiträge