Mit Rettungshunden auf Vermisstensuche im Bezirk Perg
BEZIRK PERG. Wenn Menschen vermisst werden, helfen die Mitglieder der Österreichischen Rettungshundebrigade bei der Suche. Auch im Bezirk Perg gibt es eine Staffel mit rund 14 Mitgliedern. In ganz Oberösterreich engagieren sich etwa 140 Menschen in der freiwilligen Organisation.

„Die Rettungshundebrigade ist dafür da um vermisste Personen zu finden.“, erklärt Landesleiter Wolfgang Eibl, der ebenfalls im Bezirk Perg wohnt. Oberösterreichweit gibt es jährlich ungefähr 35 bis 40 Einsätze. Dabei sind die Situationen unterschiedlich: „Oft werden demente Menschen die sich verirren, Jäger die vom Wald nicht mehr zurück kommen oder Menschen die nach einem Verkehrsunfall geschockt davon laufen von uns gesucht“, erzählt Eibl.
Die Brigade übernimmt ausschließlich die Suche nach Vermissten. Sobald eine Gefahr für die Mitglieder besteht, kommen Polizeihunde zum Einsatz. „Einsätze wo beispielsweise Menschen gesucht werden die in einer Verbindung mit einem Gewaltverbrechen stehen, also überall dort wo es für uns gefährlich werden kann, nehmen wir nicht an“, betont der Landesleiter.
Rene Wimmer neu in der Staffel
Neu in der Staffel Perg sind Rene Wimmer und seine Hündin Abby. Sein Interesse entstand schon vor der Aufnahme des eigenen Hundes. „Ich habe mir die Aufgaben der Rettungshunde sowie das Training angeschaut. Als ich dann einen Hund übernommen habe, wollte ich da auch mitmachen“, berichtet Wimmer.
Die Ausbildung beginnt mit einer Prüfung bei der Bezirkshauptmannschaft. Danach braucht es viel Übung. „Danach heißt es trainieren, trainieren, trainieren“, sagt Wimmer. Zweimal pro Woche kommt die Perger Staffel dafür zusammen. „Die Trainings finden oft auf unserem Trainingsgelände statt. Aber auch in Wäldern oder Firmengeländen dürfen wir trainieren.“, erklärt Eibl.
Verschiedene Prüfungen erledigt
Unterstützung bekamen Wimmer und Abby von den langjährigen Mitgliedern. Sie brachten den beiden die nötigen Kenntnisse bei und bereiteten sie auf die Prüfungen vor. „Als wir uns sicher waren, fuhren wir dann zu den Prüfungen die in ganz Oberösterreich verstreut stattfinden“, erzählt Wimmer.
Bei einer Suchaktion werden die Hundeführer über das Handy alarmiert. Jeder arbeitet dabei mit seinem eigenen Tier und wird von einem Helfer begleitet. „Gesucht wird immer zu zweit. Ein Hundeführer und ein Helfer“, erläutert Wimmer. Weil die Arbeit für die Hunde anstrengend ist, wechseln sich die Teams ab. „Da für die Hunde oft solche Suchaktionen sehr intensiv und anstrengend sind wird dann auch oft abgewechselt“, sagt er.
Hunde werden sofort aufmerksam
Hat ein Hund eine Person entdeckt, macht er mit lautem Bellen auf sie aufmerksam. Ein Kleidungsstück des Vermissten braucht er für die Suche nicht. Wimmer erklärt: „Die Hunde riechen den Menschengeruch von sich aus und benötigen kein Kleidungsstück vom vermissten um den Geruch aufzunehmen. Sieht der Hund zudem eine Person die beispielsweise in einem Park schläft und sich nicht bewegt fängt er sofort zum Bellen an, da er glaubt das die Person gefunden werden muss also Hilfe benötigt“.
Prüfungen und Training benötigen viel Zeit
Die Staffel Perg freut sich über weitere Unterstützung. Dafür ist ein eigener Hund nicht zwingend notwendig. Gesucht werden auch Helfer, die bei Suchaktionen mitgehen. „Hier einfach bei der Staffelführerin Melanie Eibl vom Bezirk unter 0680 22 54 22 melden“, sagt Eibl.
Wimmer hat bereits viel Freizeit in seine neue Aufgabe investiert. Seine Freude daran ist dennoch groß: „Die letzten Monate waren auch sehr intensiv, fast meinen ganzen Urlaub habe ich verbraucht für die Prüfungen und Trainings, aber es macht mir total Spaß“.








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