Außergewöhnliche Trainingseinheiten: Naarner radelt ohne Stau und emissionsfrei über zwei Bundesländer und 17 Ortschaften zur Arbeit
NAARN. Die Radsaison (XCO, Marathon und Cyclocross) im alten Jahr war für die Sportler mit vielen Hindernissen gespickt – durchgeführte Rennen konnten an einer Hand abgezählt werden. Davon betroffen war auch der Naarner Andreas Wasner, der seit zwölf Jahren für das ARBÖ Kiesl Radsport Team bei Bewerben um Top-Platzierungen kämpft.

Nach intensiven Vorbereitungen auf Rennen wurden diese oftmals verschoben oder gänzlich abgesagt. „Die Form über eine so lange Zeit aufrecht zu erhalten ist somit immer eine besondere Herausforderung und wie die vergangenen Jahre zeigten, ist eine Spitzenleistung ausschließlich zu erreichen, wenn das Training auf den Tag X abgestimmt ist“, berichtet Andreas Wasner, der in der Querfeldein-Szene bei den Masters immer wieder mit starken Ergebnissen aufzeigte. „Die Saison 2021 wird wahrscheinlich nicht – das ist aber meine persönliche Einschätzung – wie gewohnt mit dem XCO in Langenlois, Ende März, beginnen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Rennen im Profibereich durchgeführt werden, aber Amateure wie ich noch länger auf einen Renneinsatz warten müssen. Die Österreichische Meisterschaft im MTB Marathon in Kleinzell wird wohl der erste Höhepunkt werden und diesen möchte ich mit einem Stockerlplatz absolvieren. Ziele muss man sich eben hochstecken, um die Mühen des Trainings für sich selbst zu begründen“, sagt der 50-Jährige.
„Getankt“ wird ausschließlich Kondition
„Momentan trainiere ich, wie es der Tagesablauf zulässt und versuche, mich mit Laufen, Radfahren und allgemeinen Fitnessübungen in Form zu halten“, erklärt der begeisterte Radsportler, der auch den Weg zur Arbeit für das Training nutzt. Sofern es die Witterung zulässt, steigt Wasner nämlich jeden Morgen gegen 5.30 Uhr daheim in Naarn aufs Rad, um zu seinem Lehrertisch in der Berufsschule Steyr zu gelangen. Über 17 Ortschaften in zwei Bundesländern geht es für ihn „außer es regnet Schusterbuben“ ohne Stau und emissionsfrei zur Arbeit.
Die außergewöhnlichen Trainingsfahrten im Detail
Die außergewöhnlichen Trainingsfahrten Trotz niedriger Temperaturen absolviert Andreas Wasner fast an jedem Werktag eine frühmorgendliche Trainingsfahrt. Diese führt ihn über Naarn-Au an der Donau-Albern-Mauthausen-Pyburg-Windpassing-Ennsdorf-Kötting-Wimm-Gollensdorf-Thurnsdorf-Rubring-Ernsthofen-Dorf an der Enns-Haidershofen-Ramingdorf in die Berufsschule Steyr-Münichholz. Den Weg geht es in umgekehrter Reihenfolge zurück. „Da es nun wieder länger hell ist, kehre ich meist bei Tageslicht wieder nach Hause zurück“, so Wasner.


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