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PERG. Das BORG Perg hat bei den Oberstufen-Landesmeisterschaften im Volleyball Silber und Gold geholt. Die Burschen haben sich mit diesem Sensationssieg damit auch als Vertreter Oberösterreichs für das Bundesfinale Anfang Dezember in Wien qualifiziert. Ein großer Anteil dieses Erfolges liegt natürlich in der konsequenten Trainingsarbeit im Rahmen des Sportzweiges am BORG und in der Kooperation mit dem Perger Volleyballverein.

Die Burschen freuen sich riesig über den Sieg bei der Landesmeisterschaft. (Foto: BORG Perg)
  1 / 2   Die Burschen freuen sich riesig über den Sieg bei der Landesmeisterschaft. (Foto: BORG Perg)

Nicht alle haben 2019 daran geglaubt, dass der von BORG-Direktor Franz Weigl in Kooperation mit dem Volleyballverein Perg ins Leben gerufene Sportzweig drei Jahre später dazu führt, dass zehn Burschen Oberösterreich bei den Oberstufen-Bundesmeisterschaften vertreten werden. Und beinahe hätten diese sogar gemeinsam mit den Mädchen Anfang Dezember die Reise nach Wien antreten können.

Historischer Tag für BORG Perg

Aber der Reihe nach: Der 24. Oktober 2022 sollte zu einem sporthistorischen Tag in der langen Geschichte des BORG Perg werden. Dabei begann bei der Oberstufen Landesmeisterschaft im Georg von Peuerbach Gymnasium alles planmäßig für die Gastgeber. Ausgerechnet gegen die Serienmeister der letzten Jahre hatte die Auslosung das BORG Perg gesetzt. Doch Michael Aichinger und seine Kollegen konnten das Spiel lange offenhalten, kassierten letztlich aber eine Niederlage zum Auftakt. Trotzdem ließ sich das Team nicht aus dem Konzept bringen, kämpfte sich in den nächsten Partien wieder auf die Siegerstraße zurück und stand am Ende sensationell im Finale.

Krimi am Spielfeld

Dort wartete nicht nur der Auftaktgegner aus der Peuerbachstraße, sondern auch rund 400 Fans auf den Rängen, die von der Direktion für das Finale unterrichtsfrei gestellt wurden.  Diese erlebten einen wahren Krimi am Spielfeld, der erste 15-Punkte-Satz endete erst bei 20:18 – allerdings für den Underdog aus Perg. Mit dem gewonnen ersten Satz im Rücken steigerten sich die Burschen zu einer unglaublichen mentalen und sportlichen Teamleistung. So schlug am Ende das Pendel wieder das BORG-Team aus, welches sich damit erstmals in der Geschichte der Schule einen Landesmeister-Titel im Oberstufenbewerb sichern konnte.

Auch Mädels schafften Finaleinzug

Fast hätten es die Mädchen den Burschen gleichgetan, als sie am 3. November ebenfalls den Finaleinzug am Court des Europagymnasiums Auhof schafften. Dabei hatten die Girls schon in der Vorrunde gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist: Nach Service Lara Spiegl schaffte es das Team in einem Vorrundenmatch sage und schreibe 17 mal hintereinander zu punkten. Und im Finale wartete wie bei den Burschen wieder das Team aus der Peuerbachschule. Vor allem der erste Satz war an Klasse nicht zu überbieten. Der klare Favorit Peuerbach, gespickt mit Spielerinnen vom Vorzeigeklub Linz-Steg, wankte. Die BORG-Girls hielten voll dagegen – bei 14:14 hielt es niemanden mehr auf den Sitzen, ehe die Linzerinnen hauchdünn das 16:14 fixieren konnten. Am Ende überreichte ein restlos begeisterter BSP-Fachinspektor Fritz Scherrer einem Volleyballteam aus Perg binnen kürzester Zeit den zweiten Medaillensatz.

Spaß steht weiter im Vordergrund

Jetzt heißt es Daumenhalten und vor allem noch ein paar Extra-Trainingseinheiten einschieben für das Burschen-Team, welches ja zur Bundesmeisterschaft nach Wien reisen wird. Das Geheimnis dieses Erfolges, dass eine kleine Schule aus dem Machland im Konzert der Großen mitmischt, ist aber bei genauerem Hinsehen keines: Alle ziehen am einem Strang. Die Kooperation des BORG mit dem Volleyballverein steht auf professionellen Beinen. Mittlerweile hat sich das Trainerteam Sabine Hoschek und Lydia Trauner (gleichzeitig Trainerin der Bundesligamannschaft der Perg Volleys) mit Vereinstrainer Sebastian Hirschinger verstärkt. Dadurch kann noch besser und individuell auf die einzelnen Schüler eingegangen werden.Im Vordergrund der rund 40 Schüler aus dem Sportzweig, der übrigens auch ein Sportkunde-Theoriefach integriert hat, steht allerdings nicht die Jagd nach Medaillen und Pokalen, sondern die Freude und der Spaß am Sport.  


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