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BEZIRK. Gesundes Wachstum, bezogen auf Mitglieder und Ortsorganisationen, war zu Beginn der Legislaturperiode das Ziel von Bezirkspartei-Obmann Alexander Nerat. Seine Strategie ging auf, denn bei der Gemeinderatswahl 2015 stehen mit 137 Personen so viele wie nie zuvor auf der blauen Liste.

Bezirksparteiobmann Alexander Nerat ist einer der sechs FPÖ-Bürgermeisterkandidaten im Bezirk Perg. Foto: FPÖ

Tips: Herr Nerat, in welchen Gemeinden wollen die Freiheitlichen in Zukunft Akzente setzten? 

Alexander Nerat: Wir treten in 15 Gemeinden des Bezirkes an und stellen in sechs Gemeinden sogar Bürgermeisterkandidaten. Das zeigt, dass wir bereit sind Verantwortung zu übernehmen. Oft wird uns ja grundlos vorgeworfen, dass wir nur reine Oppositionspolitik betreiben. In den Gemeindestuben, in denen wir schon vertreten sind, haben wir sehr wohl bewiesen, dass wir zwar kritisch sind, aber durchaus konstruktiv arbeiten.

Tips: Welche Rolle nehmen Frauen innerhalb der Partei ein?

Nerat: Eine durchaus starke! Von unseren 137 Kandidaten sind 39 weiblich. Mit Dr. Bettina Wokatsch-Ratzberger in Ried/Riedmark und Rosa Ecker in Saxen gehen sogar zwei Frauen um Bürgermeisterämter ins Rennen.

Tips: Apropos Rosa Ecker. In der blauen Bastion Saxen tritt Langzeitbürgermeister Ernst Haslinger heuer nicht mehr an. Welche Chancen räumen Sie seiner Nachfolgerin ein?

Nerat: Auch wenn es viele nicht glauben wollen, man kann auch in einer Gemeinde mit einem blauen Ortschef gut leben. Das haben die Einwohner von Saxen in den letzten Jahren gesehen und ich hoffe, dass sie das auch bei der Wahl honorieren werden. Rosa Ecker steht für Kontinuität und wird den bewährten Kurs fortsetzen.

Tips: Von den männlichen Bürgermeisterkandidaten Christoph Steinkellner (Naarn), Alfred Hani (Baumgartenberg), Alexander Nerat (Mauthausen) und Rupert Lehner (Grein) sorgte Letztgenannter für reichlich Gesprächsstoff. Wie kam es zu seiner parteifreien Kandidatur?

Nerat: Da hat ein simples, kurzes Gespräch gereicht. Als Ex-Bürgermeister von Grein treffen ihn die negativen Entwicklungen der letzten Zeit sehr, deshalb möchte er wieder was bewegen. Innerhalb kürzester Zeit hat sich ein Team gefunden, welches sich gemeinsam mit ihm als Spitzenkandidat ohne Parteizugehörigkeit für Verbesserungen in der Donaustadt einsetzen will. Grein wird dadurch politisch wieder bunter.

Tips: In Gesprächen mit FPÖ-Politikern führt derzeit kein Weg am Thema Asyl vorbei. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?

Nerat: Leider werden unsere Positionen oft verkürzt dargestellt. Wir Freiheitlichen stellen uns nicht gegen Hilfeleistungen für Kriegsflüchtlinge, das ist unsere humanitäre Verpflichtung, aber gegen gewisse Vorgehensweisen. Mit dem Durchgriffsrecht des Bundes werden Bürgermeister entmachtet. Jede Gemeinde soll für sich entscheiden, ob sie Flüchtlinge aufnimmt oder nicht. Wenn nötig auch in Form von Bürgerbefragungen. Es wird immer davon geredet, dass wir eine Willkommenskultur entwickeln müssen, wenn man aber bei solchen Entscheidungen über Bürger drüberfährt, ist das kein guter Anfang. <


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