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BEZIRK PERG. Fast 1,3 Millionen Euro erstritt die Arbeiterkammer Perg im ersten Halbjahr 2019 für Mitglieder aus dem Bezirk, denen vom Arbeitgeber Geld vorenthalten wurde.
 

Die Arbeiterkammer hilft bei arbeits- und sozialrechtlichen Problemen. Foto: Wodicka
Die Arbeiterkammer hilft bei arbeits- und sozialrechtlichen Problemen. Foto: Wodicka

„Immer wieder erhalten Beschäftigte nicht das, was ihnen für die geleistete Arbeit rechtlich zusteht. In vielen Fällen verhilft ihnen erst die Arbeiterkammer zu ihrem Geld“, sagt AK-Bezirksstellenleiter Kurt Punzenberger. 1.155 Mitglieder suchten im ersten Halbjahr telefonisch Rat bei der Arbeiterkammer, 831 Personen kamen mit ihren arbeits- und sozialrechtlichen Problemen zu einem persönlichen Beratungsgespräch.

3.500 Euro unterschlagen

Wie skrupellos manche Arbeitgeber mit ihren Mitarbeitern umgehen, zeigte der Fall einer Angestellten aus dem Bezirk Perg. Die Frau kündigte nach knapp zwei Jahren ihr Dienstverhältnis. Bei der Endabrechnung blieben aber fast 3.500 Euro offen. Als die Arbeitnehmerin ihren Chef darauf aufmerksam machte, meinte dieser lapidar, dass er die nicht auszahle, weil er Ausbildungskosten bei Selbstkündigung einbehalten könne, und mit der Forderung gegenrechne. Sie wendete sich daraufhin an die Arbeiterkammer, die ihr bestätigte, dass diese Vorgangsweise im vorliegenden Fall widerrechtlich war. Der Arbeitgeber akzeptierte die Rechtsmeinung der Arbeiterkammer und überwies den offenen Betrag.

Oft auch Klage notwendig

Interventionen wirken aber nicht immer wie in diesem Fall. 19 Mal musste die AK Perg im ersten Halbjahr auch Klagen gegen Arbeitnehmer einreichen, damit die Betroffenen zum zustehenden Geld kommen.


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