Auf ehemaligem Manner-Gelände soll Einkaufszentrum entstehen

Michaela Primessnig Tips Redaktion Michaela Primessnig, 21.07.2020 17:57 Uhr

PERG. Bereits seit Monaten pfeifen es die Spatzen von den Dächern: Auf dem Areal der Firma Hochreiter in der Linzer Straße soll ein Innenstadt-Einkaufszentrum entstehen. Für das Verfahren zur Flächenwidmung wurden nun die nötigen Schritte eingeleitet, allerdings nur mit den Stimmen der ÖVP.

„Für uns ist das eine wichtige zukünftige Handelsfläche, weil sie A sehr zentrumsnah liegt und B, weil wir nicht den Wettbwerb sehen sollten: Perg gegen Perg, sondern weil wir viel mehr im Wettbewerb stehen zu Mauthausen, Asten und dem Zentralraum“, so Bürgermeister Anton Froschauer. Maximal 4.000 Quadratmeter Fläche sollen entstehen für den Handel, Dienstleister und auch Ärzte. Das Widmungsverfahren wird vom Land OÖ abgewickelt in einer solchen Größenordnung, die Gemeinde kann nur eine Empfehlung geben.

FPÖ, SPÖ und Grüne stimmen nicht mit

In der Gemeinderatssitzung der vergangenen Woche wurde diese Einleitung beschlossen mit 19 Stimmen der ÖVP. FPÖ, SPÖ und Grüne haben nicht mitgestimmt. „Wir wollten, dass dieses Thema zurück in den Ausschuss geht und auch die Innenstadtbetriebe gehört werden“, so FPÖ-Vizebürgermeister Andreas Köstinger. „Wir wissen noch gar nicht, wie sich der neue Interspar auf die Innenstadt auswirkt und kennen auch die Folgen von Covid-19 auf unsere Betriebe nicht. Da bedarf es jetzt keiner weiteren Konkurrenz. Ich möchte unsere Innenstadtbetriebe schützen, da fährt der Zug drüber.“

In Gesprächen sollen offene Punkte geklärt werden

Am vergangenen Montag wurden auf der Gemeinde Vertreter der Wirtschaft zu einem Gespräch geladen. „Es gibt da viele offene Fragen, die wir den Wirtschafts-treibenden nehmen möchten. Auch die Forderung nach der Verkehrsplanung verstehen wir, aber soweit sind wir noch nicht. Genau deswegen muss es einmal eine Widmung geben“, erklärt das Perger Stadtoberhaupt. Froschauer sieht in diesem Projekt eine wichtige Stärkung und nicht eine Schwächung des Zentrums. Denn wer in Perg seinen Einkauf macht und dafür ein vielfältiges Angebot vorfinde, fahre dann nicht woanders hin. Darüber hinaus werde auch die Forderung nach Räumen für Arztpraxen, etc. immer lauter.

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Kommentare

  1. Holuan
    Holuan24.07.2020 07:56 Uhr

    typisch volkspartei - Perg hat keine 10 000 EinwohnerInnen und leistet sich in Zukunft 2 Einkaufszentren auf Kosten der Geschäfte in der Innenstadt. Ein solches Zentrum wird zwangsweise einen massiven Anstieg des innerstädtischen Verkehrs mit sich bringen. Dieses Projekt ist die Spitze einer völlig verrückten ÖVP-Politik die nur darauf abzielt möglichst schnell Geld zu generieren ohne die Folgen zu bedenken. Perg ist eine Kleinstadt und solche Großprojekte müssen auf Konsens basieren. Ich hoffe auf eine ordentliche Watsche für Froschauer und Co. bei den kommenden Wahlen.



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