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BEZIRK PERG. Seit Montag gilt auch am Arbeitsplatz die 3G-Regel. Gemeinsames Ziel soll es sein, dadurch die Ausbreitung des Virus bestmöglich einzudämmen, aber auch die Produktivität der Betriebe möglichst uneingeschränkt aufrechtzuerhalten. Tips hat sich im Bezirk Perg umgehört, wie man dieser Maßnahme gegenübersteht und welche Herausforderungen die neue Verordnung mit sich bringt.

Die 3G-Regel sorgt für zusätzliche Sicherheit am Arbeitsplatz. (Foto: Bihlmayer Fotografie/Shutterstock.com)

Immer am meisten betroffen von den geltenden Covid-19-Sicherheitskonzepten war bereits in der Vergangenheit die Gastronomie. „Für uns ist das grundsätzlich nichts Neues. Seit wir am 19. Mai nach dem Lockdown wieder geöffnet haben, gehen unsere Mitarbeiter testen. Es sind aber inzwischen fast alle geimpft, das erleichtert natürlich die Kontrolle. Der Rest muss testen gehen. Auch unsere Gäste akzeptieren die Regeln gut. Wenn nicht, bekommen sie auch keinen Zutritt ins Lokal. Das kommt aber nur vereinzelt vor. Wir machen es ja, weil wir unsere Gäste und uns selbst schützen wollen“, sagt Pergwerk-Betriebsleiter Andreas Breitenfellner auf Tips-Nachfrage.

„3G's geben uns Sicherheit“

Das, was in der Gastronomie also schon längere Zeit gelebt wird, dem müssen nun auch alle anderen Unternehmen nachkommen. „Grundsätzlich begrüßen wir als Habau Group 3G am Arbeitsplatz. Die Regeln sind klar, einfach und unmissverständlich formuliert. 3G am Arbeitsplatz bietet ein hohes Maß an Sicherheit und ermöglicht uns, dass wir unserer Geschäftstätigkeit möglichst störungsfrei nachgehen können. Seit Oktober wird die 3G-Regel bei uns im Haus und auf den Baustellen de facto bereits gelebt“, sagt Markus Roubin, Leiter Sicherheits- und Gesundheitsmanagement bei Habau. Tips hat auch nachgefragt, wie mit Mitarbeitern umgegangen wird, die weder geimpft sind und sich auch nicht testen lassen wollen: „Für Mitarbeiter, die weder geimpft (respektive genesen) sind und sich nicht testen lassen wollen, wird man sich bemühen, gemeinsam eine für beide Seiten machbare Lösung zu finden.“

Mehr Testkapazitäten gefordert

Wichtig werde jetzt aber sein, die Testmöglichkeiten auszubauen. Das fordert auch die Wirtschaftskammer OÖ. Denn rund 200.000 Arbeitnehmer seien es alleine in Oberösterreich, die auf das dritte „G“ angewiesen sind, um ihrer Erwerbstätigkeit uneingeschränkt nachgehen zu können. „Dafür reichen die aktuellen Testkapazitäten in Oberösterreich jedoch nicht aus, weshalb hier dringender Handlungsbedarf besteht“, fordert WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer eine massive Ausweitung kostenloser Testangebote. „Andere Bundesländer wie beispielsweise Salzburg oder Wien sind hier bereits einen Schritt weiter. Sie bieten mit einem niederschwelligen, kostenlosen und flächendeckenden PCR-Testangebot genau jene Rahmenbedingungen, die ungeimpfte Mitarbeiter und deren Arbeitgeber brauchen.“

Positiv sieht die WKOÖ-Präsidentin, dass mittlerweile auch vom Land OÖ Signale kommen, 3G am Arbeitsplatz durch flächendeckende PCR-Testangebote umsetzbar und für die Unternehmen praktikabel zu machen. „Durch die Ausrollung von ‚OÖ gurgelt‘ auf das ganze Bundesland sowie den Ausbau der bereits in 143 Apotheken angebotenen PCR-Testmöglichkeiten kann das erreicht werden“, so Hummer. „Die oberösterreichische Wirtschaft wird darüber hinaus mit der Verlängerung des betrieblichen Testangebots ebenfalls ihren Beitrag dafür leisten, dass die Infektionsgefahr am Arbeitsplatz so gering wie möglich gehalten wird.“

Aus der 3G-Regel am Arbeitsplatz soll laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein bereits Mitte November 2,5G werden –also geimpft, genesen oder PCR-getestet. Das gilt dann nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch in Restaurants, Fitnesscenter und Kultureinrichtungen.

Erneuter Appell: Impfen lassen

„Die Gesundheit der Bevölkerung hat oberste Priorität. Aus dieser Verantwortung heraus tun wir aktiv einen weiteren Schritt, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Wir wollen dazu beitragen, die Spitalskapazitäten nicht zu überlasten und einen Lockdown zu verhindern. Die Vergangenheit hat uns gezeigt, dass wir den Kampf gegen Corona in erster Linie vor den Toren der Spitäler durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Hausverstand und das Einhalten von bewährten Maßnahmen gewinnen. Die aktuellen zusätzlichen Schutzmaßnahmen sind notwendig und sollen unsere Ausgangssituation über den Winter hindurch verbessern. Zahlreiche Experten berichten, dass das wichtigste G jenes von ‚Geimpft‘ ist. Das Land OÖ verfügt über ein breites, niederschwelliges und kostenloses Impfangebot, das den Oberösterreicher im Umgang mit 2G und 3G empfohlen wird. Man kann sich bei rund 900 Arztpraxen von niedergelassenen Ärzten sowie 18 öffentlichen Impfstraßen im ganzen Land impfen lassen“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer und LH-Stellvertreterin Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander. Sie appellieren an die noch ungeimpfte Bevölkerung, sich zu informieren, mit dem Arzt des Vertrauens zu sprechen und sich impfen zu lassen.


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