Weiterentwicklung der Gedenkstätte Gusen schafft große Chance für kleinen Ort
LANGENSTEIN. Nachdem das KZ Gusen jahrzehntelang in Vergessenheit geraten war, setzte die Bundesregierung mit dem Kauf von wesentlichen historischen Arealen ein Zeichen, um in den kommenden Jahren unter Einbeziehung aller Interessensgruppen eine den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsprechende Gedenkstätte zu errichten.

Vor allem ehemalige Häftlinge, deren Angehörige und Vertreter haben besonderes Interesse an der Neugestaltung der Gedenkstätte. Die größten nationalen Opfergruppen im KZ Gusen kamen aus Polen und der damaligen Sowjetunion. Tausende waren auch aus anderen europäischen Ländern deportiert worden. Parallel zum Beteiligungsprozess wird die Burghauptmannschaft Österreich als Eigentümer-Vertreterin der Republik Österreich, ohne die zukünftige Gestaltung vorwegzunehmen, rechtliche und denkmalpflegerisch notwendige bauliche Sicherungsmaßnahmen setzen.
Informationen für die Bürger
Bei einem Informationsabend hat die Direktorin der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Barbara Glück, gemeinsam mit dem Langensteiner Bürgermeister Christian Aufreiter am 31. März im Gemeindeamt Bürgern die Vorhaben präsentiert. „Der Prozess ist genauso wichtig wie das Ergebnis. Es ist von Bedeutung, dass die Erweiterung der Gedenkstätte Gusen von allen Beteiligten mitgetragen wird“, so Glück. Sie legt Wert auf ein gutes Einvernehmen. Am 13., 14. und 15. Mai haben Interessierte die Gelegenheit, sich die neuen Grundstücke und ehemaligen Lagerteile Gusen I im Rahmen von Rundgängen anzusehen (Anmeldungen unter 07238/226910). Über alle weiteren Schritte rund um die Weiterentwicklung wird mit Informationsveranstaltungen, auf Social Media und auf www.mauthausen-memorial.org/gusen informiert.


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