Leserbrief zu geplanter Bankstellen-Schließung: "Das ist unfair gegenüber den Älteren"
ALLERHEILIGEN. Die geplante Schließung der Raiffeisen-Bankstelle in Allerheiligen erregt die Gemüter in der Gemeinde. Theresia Reiter hat dazu einen Leserbrief an die Redaktion geschickt.

Eine Schließung der Raiba Bankstelle Allerheiligen ist völlig unfair gegenüber unseren älteren Gemeindebürgern und Kunden der Bankstelle Allerheiligen. Ich bin mir sicher, dass der Großteil unserer Senioren ihr Pensionskonto bei der Raiba Allerheiligen haben und dafür ordentlich Kontoführungsgebühren bezahlen. Die Raiba hat immer mit dem Slogan geworben „die Bank im Ort“. Gerade meine Generation hat mit der Raiba Haus gebaut und Projekte finanziert, und damit die Raiba ordentlich mitfinanziert. Jetzt ist „unsere“ Bankstelle nur mehr drei Stunden pro Woche offen – Kundenfrequenz durchschnittlich 26! Aber auch diesen Minimalbetrieb will sich die Raiba nicht mehr leisten. In anderen Bezirken haben Bankstellen – und auch die Raiba – in kleineren Gemeinden viel längere Öffnungszeiten. Die ältere Generation kann mit E-Banking bzw. Selbstbedienungsautomaten oft nichts anfangen und ist auf den Schalterdienst angewiesen. Eine Fahrt zur Raiba Perg ist für viele eine große Herausforderung – eingeschränkte Mobilität/keine Mitfahrmöglichkeit/Sehbehinderung usw. Zu sagen „das Kundenverhalten hat sich geändert und es werden Bankgeschäfte online bzw. am Automaten abgewickelt“ ist nicht ganz richtig. Als Kunde wird man in diese Richtung gedrängt. Die Bankstelle Allerheiligen ist sicher nicht defizitär. Fallen wir tatsächlich der Gewinnoptimierung der Raiba Perg zum Opfer?


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