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PERG. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Perg lag im Juni bei 3,6 Prozent und damit weiterhin deutlich unter dem Oberösterreich-Durchschnitt von 4,9 Prozent. Dennoch ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 9,1 Prozent gestiegen. Positiv entwickelt sich hingegen der Stellenmarkt mit einem deutlichen Zuwachs bei den neu gemeldeten offenen Stellen.

Trotz steigender Arbeitslosigkeit entwickelt sich der Stellenmarkt im Bezirk Perg positiv. (Foto: Volker Weihbold)

Mit insgesamt 1.202 arbeitslosen Personen waren im Juni um 9,1 Prozent mehr Menschen beim Arbeitsmarktservice (AMS) Perg vorgemerkt als im Juni des Vorjahres. Davon entfielen 614 auf Männer und 588 auf Frauen.

Als Hauptgründe nennt das Arbeitsmarktservice befristete Freistellungen in einzelnen Betrieben sowie einen Anstieg der Arbeitslosigkeit in den Bereichen Büro und Handel: „Mit einem Plus von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, belegt der Bezirk Perg im Bereich Arbeitslosigkeit den letzten Platz im OÖ-Vergleich. Befristete Freistellungen von Arbeitnehmern durch vereinzelte Betriebe sowie mehr Zugänge aus den Bereichen Büro und Handel, sind die Hauptgründe für den Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juni. Positiv ist der Anstieg bei den Stellenzugängen zu sehen, der hauptsächlich in den Bereichen technische Berufe und in der Produktion zu beobachten ist“ so Stefan Gringinger, Geschäftsstellenleiter des AMS Perg

Junge und ältere Arbeitslose besonders betroffen

Sehr stark stieg die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen. Hier verzeichnete das AMS ein Plus von 34,5 Prozent beziehungsweise 49 Personen gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den über 60-Jährigen nahm die Zahl der Arbeitslosen deutlich zu und lag um 20,7 Prozent beziehungsweise 17 Personen höher als im Juni des Vorjahres.

Nach Ausbildungsniveau fiel der stärkste Anstieg bei Akademikern mit 34,5 Prozent auf. Ebenfalls gestiegen ist die Arbeitslosigkeit bei Personen mit höherer Ausbildung (13,4 Prozent) sowie mittlerer Ausbildung (13,3 Prozent). Mit 541 Personen stellen Menschen mit Pflichtschulabschluss aber weiterhin die größte Gruppe der arbeitslos Gemeldeten dar.

Erfreuliche Entwicklung beim Stellenmarkt

Erfreulich entwickelte sich im Juni der Stellenmarkt. Beim Arbeitsmarktservice waren 590 offene Stellen gemeldet. Das entspricht einem Plus von 40 Stellen gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den neu gemeldeten Stellen aus: Mit einem Plus von 35,9 Prozent beziehungsweise 60 zusätzlichen Stellen wurde der höchste Wert seit Jahresbeginn erreicht. Vor allem technische Berufe und die Produktion sorgten für diese Entwicklung.

Weniger Stellen im Handel und in Büroberufen

Weniger erfreulich ist die Entwicklung in jenen Branchen, die besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Im Handel ging die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent zurück, bei Büroberufen um 14,6 Prozent.


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