Sanierungsverfahren über Autohaus im Bezirk Perg eröffnet
BEZIRK PERG. Über das Vermögen des Autohauses Leibetseder wurde am 20. Oktober am Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Das Unternehmen mit Standorten in Mauthausen und St. Georgen handelt mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen und betreibt eine Kfz-Werkstätte. Betroffen sind acht Beschäftigte und 42 Gläubiger.

Laut dem Kreditschutzverband KSV1870 stehen Verbindlichkeiten von rund 1,07 Millionen Euro einem Vermögen von etwa 464.000 Euro gegenüber. Gesellschafter und Geschäftsführer ist Manfred Franz Leibetseder.
Gestiegene Kosten als Ursache genannt
Als Gründe für die Zahlungsunfähigkeit nennt das Unternehmen im Insolvenzantrag stark gestiegene Fix- und Personalkosten. Diese hätten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Zudem erschwerten die seit 2022 gestiegenen Zinsen die Vorfinanzierung der von den Autoherstellern vorgegebenen Fahrzeuge.
Der KSV1870 weist darauf hin, dass die Angaben des Unternehmens noch nicht ausreichend überprüft werden konnten.
Fortführung geplant
„Laut Angaben im Insolvenzantrag ist die Fortführung des Unternehmens geplant. Man wird den Fahrzeughandel auf ein schlankeres und weniger kapitalintensives Modell umstellen“, erläutert Petra Wögerbauer von KSV1870 Linz.
Zum Insolvenzverwalter wurde der Linzer Rechtsanwalt Christoph Zehentmayer bestellt. Die erste Gläubigerversammlung sowie die Berichts- und Prüfungstagsatzung sind für 8. Jänner 2027 am Landesgericht Linz angesetzt.
Am 5. Februar 2027 sollen die Gläubiger über den eingebrachten Sanierungsplan verhandeln und abstimmen. Dieser sieht derzeit eine Quote von 20 Prozent vor, zahlbar innerhalb von 24 Monaten.








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