Perger Einsatz-App findet international Beachtung
BEZIRK PERG. Vier Mitglieder des „FireOPS-Teams“ aus dem Bezirk Perg präsentieren ihre wissenschaftliche Arbeit bei einer Fachkonferenz in Bangkok. Dabei geht es um eine digitale Plattform für Feuerwehreinsätze.

Das wissenschaftliche Paper zu FireOPS wurde für die internationale Konferenz iiWAS 2026 angenommen. Diese findet von 7. bis 9. Dezember in Bangkok in Thailand statt.
Hinter FireOPS stehen Michael Riegler, Philipp Neuhauser, Helmut Haider und Alexander Wallner. Sie haben die Plattform gemeinsam mit dem Bezirks-Feuerwehrkommando Perg entwickelt. Dabei nutzten sie ihre Erfahrungen als aktive Feuerwehrmitglieder sowie ihr technisches und wissenschaftliches Wissen.
Informationen für den Einsatz
FireOPS schickt den Alarm auf das Handy und zeigt an, wer zum Einsatz kommt. Mit einem Fingertipp führt die Anwendung zum Einsatzort. Sie liefert auch eine Lagekarte, Wasserentnahmestellen und Fachunterlagen. Im Feuerwehrhaus zeigt ein Display die Einsatzdaten.
Der Alarm wird gleichzeitig per Funk und per Server übertragen. So soll er auch bei einem Teilausfall ankommen.
Mittlerweile nutzen 180 Feuerwehren in Oberösterreich die Plattform. Walter Riepert, Abschnitts-Fachbeauftragter für Ausbildung im Abschnitt Grein, sagt: „FireOPS liefert mir im Einsatz genau die Informationen, die ich brauche – schnell, übersichtlich und auf den Punkt.“
Auch bei Übungen kommt die Anwendung zum Einsatz. Andreas Ebenhofer, Abschnitts-Fachbeauftragter für Schriftverkehr und Organisation im Abschnitt Perg, bezeichnet sie als „Pager 2.0“. Abläufe ließen sich damit realitätsnah trainieren und die Mannschaft besser auf den Ernstfall vorbereiten.
Hochwasser lieferte Erkenntnisse
Das Hochwasser im September 2024 lieferte Erkenntnisse für die Weiterentwicklung. An vier besonders einsatzreichen Tagen wurden im Bezirk Perg 233 Einsätze in 26 Gemeinden dokumentiert.
Die Auswertung der Einsatzdaten und Rückmeldungen aus der Praxis flossen in die Plattform und das wissenschaftliche Paper ein. Zu den Mitautoren zählen auch Experten des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes sowie Fachleute der Johannes Kepler Universität Linz und der FH Oberösterreich in Hagenberg.








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