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PETTENBACH. Auf dem Hof von Karl Kuntner in Pettenbach tummeln sich 9600 Küken, die der Ortsbauernobmann zu Biojunghennen aufzieht.

  1 / 2   Ortsbauernobmann Karl Kuntner mit seiner Frau Martina und seinen Kindern Leonie (9), Tobias (4) und Daniel (7, r.) Foto: Egelseder

Karl Kuntner führt mit seiner Frau Martina den Betrieb. Seit zwölf Jahren ist der Hof ein Biobetrieb. Damals war es erst der zweite Betrieb in Oberösterreich mit einer biologischen Junghennenaufzucht.

Junghennen aufgezogen

Die Küken kommen am Schlupftag in den Stall und bleiben 18 Wochen am Hof. Anschließend kommen sie auf einen Bioeier-Legebetrieb. Rund 14 Tage ist der Stall dann leer, bevor wieder neue Küken einziehen.

Neben der Landwirtschaft ist das Holzarbeiten die Leidenschaft von Karl Kuntner. „Im Winter bin ich viel im Wald, die Arbeit taugt mir“, erzählt er.

Der dreifache Vater ist seit 2009 Ortsbauernobmann von Pettenbach. Als Ansprechperson für die örtlichen Bauern setzt sich Karl Kuntner dafür ein, dass niemand übergangen wird und jeder seinen Standpunkt vermitteln kann.

Beständigkeit fehlt

Die Landwirtschaft in Pettenbach ist sehr vielfältig. Vom Bergbauern bis zum Ackerbauern ist alles zu finden. Die Stimmung unter den Bauern sieht Karl Kuntner als kritisch an: „Teilweise herrscht eine große Unzufriedenheit mit der derzeitigen Marktsituation, vorallem bei der Milch. Viele sind verärgert, weil sich die Vorgaben und Rahmenbedingungen so schnell ändern. Es fehlt an Beständigkeit.“

Veränderungen zulassen

„Realistisch gesehen werden die Betriebe mit der Generationenübergabe weniger werden, doch es gibt in Pettenbach auch einige Junge, die in den Betrieb investieren und weitermachen. Chancen gibt es für jeden. Man muss Veränderungen zulassen und das produzieren, was der Konsument kauft – bei uns gibt es ja alle Möglichkeiten – nur so kann man bestehen“, meint der 42-Jährige und weiß: „Die landwirtschaftlichen Flächen in Pettenbach sind nachwievor gefragt.“

Chancen in punkto Energie

In punkto Energie sieht Karl Kuntner Chancen. Er veredelt Hackschnitzel und betreibt gemeinsam mit anderen Bauern die Nahwärme in Pettenbach. Der Ortsbauernobmann ermuntert dazu, offen für Neues zu sein. „Seit Herbst probieren wir ein neues Anbauverfahren namens Dammkultur“, nennt Kuntner ein Beispiel, betont jedoch auch: „Jeder muss das tun, was ihm selbst zusagt.“


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