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PEUERBACH/LINZ. In den Arbeiten von Barbara Lindmayr ist nicht das Offensichtliche die Kunst. Die Peuerbacherin versteht es, Menschen mit ihren Werken in einen Bann zu ziehen, sie zu faszinieren, vielleicht auch zu täuschen. Erst durch genaueres Hinsehen eröffnen sich für die Betrachter von Lindmayrs Werken neue Erkenntnisse und Dimensionen - dieses Spiel der Herausforderung zwischen Mensch und Kunstwerk liebt die 32-Jährige an ihrer Arbeit besonders.

Barbara Lindmayr, 1984 in Grieskirchen geboren, lebt und arbeitet heute in Linz.
  1 / 4   Barbara Lindmayr, 1984 in Grieskirchen geboren, lebt und arbeitet heute in Linz.

„Ohne Kunst würde die Welt, wie sie ist, stehen bleiben“, sagt Barbara Lindmayr über die Bedeutung der Kunst in der Gesellschaft. „Mit Kunst gibt es immer wieder neue Ansichten, neuen Antrieb, weil Künstler oft über Grenzen hinausgehen und dadurch Neues entdecken“. Die Kunst sei zudem die Würze des Lebens und ihr persönlicher Lebensinhalt, meint die Peuerbacherin. Die 32-Jährige lebt in Linz und hat im Herbst ihr zweites Kunststudium an der Kunstuni Linz abgeschlossen. Dahinter reihen sich zahlreiche Ausstellungen, von Salzburg über Linz bis Prag und Preise, wie der erste Platz beim Kunstpreis der Lentos Freunde 2014.

Irritation und Konfrontation

Ihre Kunst soll konfrontieren und in gewissen Maßen auch irritieren. Für Barbara Lindmayr ist wichtig, „dass sich die Menschen darauf einlassen, dass sie an der Kunst teilhaben können“. Aktuell arbeitet die Künstlerin mit Rauminstallationen, wo die Menschen durchgehen können und so Teil des Kunstwerks werden. „Der Raum ist meine Leinwand, das Netz die Malerei und der Mensch interagiert mit diesem Objekt“, erklärt Lindmayr die Technik, mit Netzen in Räumen Kunst entstehen zu lassen. „Manchmal spiele ich auch mit Irritation und konfrontiere die Menschen damit. So betrachten sie das Werk automatisch näher. So habe ich vor ein paar Jahren eine Grafik gemacht, die beim ersten Hinsehen nach einer Bleistiftzeichnung aussieht. Wenn man jedoch näher hingeht, entpuppt sie sich als textile Arbeit. Es ist oft ein Spiel mit Material und Techniken“, erklärt die Künstlerin. „Ich möchte gerne, dass der Betrachter im Werk versinkt und sich darauf einlässt, auch zur Ruhe kommen kann. Bei längerer Betrachtung werden oft kleinere Details erkennbar. Also kann man ein Objekt dann wirklich wahrnehmen“.

Betrachtung von Betrachtern

Barbara Lindmayr wird bei ihren Ausstellungen oft gerne selbst zum Betrachter jener Menschen, die ihre Kunst ansehen. In Gesprächen mit Besuchern ihrer Ausstellungen erfährt sie viel über deren Gedanken und Eindrücke, wie sie ihre Bilder deuten und was sie darin sehen. „Manche Grafiken sind eine Art Wolkengebilde oder sind von Wolken inspiriert. Die Leute versuchen gerne Gegenstände oder Gesichter darin zu erkennen und das möchte ich auch erreichen. Sie sollen selber ihre Geschichten in das Motiv oder das Bild hineinpacken. Also eben genau so, wie wenn man in den Himmel schaut und in den Wolken Tiere erkennt. So passiert es eben auch bei meinen abstrakten Grafiken, dass man Objekte erkennt“, so die Künstlerin, die bereits als Kind immer gerne zeichnete und sich so fast von selbst der Weg in Richtung Kunst ebnete.

Ausstellung

Die nächste Ausstellung von Barbara Lindmayr mit gestickten Bildern und Radierungen wird am 10. März, um 19 Uhr in der Bruckmühle in Pregarten, Bahnhofstraße 12, eröffnet

Kontakt

Atelier Barbara Lindmayr

Hafferlstraße 10, 4020 Linz

kontakt@barbara-lindmayr.at

www.barbara-lindmayr.at


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