PFAFFENSCHLAG. Die W.E.B Windenergie AG errichtet auf dem Firmengelände in Pfaffenschlag eine neue Großkomponentenhalle und baut das bestehende Bürogebäude aus. Auf über 2.000 Quadratmetern wird umbaut, die Gesamtbaukosten betragen 2,5 Millionen Euro.

Obwohl die Entwicklungen für die Windenergie in Niederösterreich und vor allem im Waldviertel für Betreiber seit dem Widmungsstopp stagnieren (Tips berichtete), hat sich die W.E.B Windenergie AG dazu entschlossen, trotzdem am zentralen Standort in Pfaffenschlag weiter zu investieren. Durch das zunehmend internationale Wachstum wird auch der Platz für die Mitarbeiter in der Zentrale immer enger. Auch die Strategie, im Großkomponentenbereich vermehrt eigene Reparaturen durchzuführen, erfordert mehr Lager- und Werkstättenkapazitäten, um die Reparaturarbeiten qualitativ hochwertig durchführen zu können. Entscheidung für Heimatstandort „Mit dieser Investition erwischen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Einerseits können wir unser W.E.B-Betriebsmodell auch international nachhaltig absichern, und andererseits erhalten wir auch den aus unserem Wachstumskurs resultierenden Platzbedarf an Büroflächen am Heimatstandort“, freut sich Technikvorstand Frank Dumeier. Gründer und CEO Andreas Dangl ergänzt: „Ich freue mich, dass die Entscheidung für den Heimatstandort gefallen ist. Nach der ablehnenden Haltung zur Windenergie, vor allem im Waldviertel, gab es auch andere Überlegungen. Als leidenschaftliche Waldviertler sind wir zukunftsorientiert, wollen Sinnvolles auf- und ausbauen, Menschen Arbeit bieten und vor allem nachhaltig wirtschaften. Durch den Widmungsstopp und dem daraus resultierenden schleppenden Ausbau der Windenergie im Waldviertel wird aber zweifellos nicht die geplante Maximalvariante realisiert.“ Mittelfristig sollen dadurch 50 bis 100 neue Arbeitsplätze bei den Auslandstöchtern anstatt im Waldviertel geschaffen werden. Baubeginn für Anfang April geplant Trotzdem errichtet die W.E.B noch immer ein respektables Bauwerk, das noch im April in Angriff genommen werden soll. Die Halle beherbergt Werkstätten und ein ausreichend großes Teilelager. Im hohen Hallenteil sind ein neues Großkomponentenlager sowie Montage- und Prüfeinrichtungen untergebracht. Beim Spatenstich am 19. März waren auch der gesamte W.E.B-Vorstand (Andreas Dangl, CEO; Frank Dumeier, COO; Michael Trcka, CFO), der Vorsitzende des Aufsichtsrates Josef Schweighofer, Aufsichtsrat Martin Zimmermann, Bundesrat Eduard Köck (ÖVP), Bürgermeister Willibald Pollak und Vizebürgermeister Klaus Zimmermann (beide ÖVP) sowie Vertreter der Wirtschaftskammer Waidhofen und des Architekturbüros ah3. Die Bauarbeiten sollen ein Jahr dauern, die Eröffnung ist für das erste Quartal 2016 geplant.


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