Wachsende Gemeinde
PINSDORF. Wachstum, Ausbau und eine nachhaltige Verkehrslösung stehen für Bürgermeister Dieter Helms derzeit im Fokus.

Tips: Pinsdorf hat im Vorjahr die 4.000 Einwohner-Marke überschritten.
Bürgermeister Dieter Helms: Wir haben letztes Jahr zahlreiche Wohnungen übergeben, auch jetzt werden neue Wohnungen errichtet und geplant. Entsprechend steigt auch der Bedarf an Kindergarten- und Krabbelstubenplätzen. Wir haben derzeit eine siebte Kindergruppe in einem Provisorium eingerichtet, wir werden aber auch noch eine achte Gruppe brauchen und eine weitere Krabbelgruppe. Wir suchen derzeit einen Platz für den Ausbau. Dabei muss man auch die Verkehrslösung mitbedenken.
Bei der Volksschule haben wir im Herbst erstmals eine dritte 1. Klasse. Die können wir in der ehemaligen EDV-Klasse unterbringen – mittlerweile haben wir ohnedies in jeder Klasse Computer. Aufgrund des Zuzugs werden wir aber in den kommenden Jahren auch mehr Schulklassen, ein größeres Konferenzzimmer und eine dritte Hortgruppe brauchen. Auch hier stellt sich die Frage des Platzes: Wenn alles an einem Ort ist, kommt es leichter zu Verkehrsproblemen – vor allem in der Abholzeit.
Tips: Der Verkehr ist offenbar ein zentrales Thema. Wie wirkt sich hier die Einigung mit der ÖBB aus?
Helms: Wir sind froh, dass es eine Einigung gibt – vor allem in Bezug auf die Überfahrtsbrücke, der Bau beginnt nächstes Jahr. Für den Halbanschluss von der B145 müssen Pinsdorf und Ohlsdorf Grundflächen zur Verfügung stellen. Sollte die B145 vierspurig ausgebaut werden, ist ein Vollanschluss geplant.Ein großes Stück weitergekommen sind wir bei der Steinbichl-Ersatzstraße: Wir haben uns auf einen Grundkauf mit Herrn Höller geeinigt, bei der Firma Hatschek haben wir noch einen Optionsvertrag bis Jahresende.
Falls wir alle Grundstücke zusammen bekommen, wäre eine gute Verkehrslösung im Ort möglich – auch eine großräumige Einbahnstraße. Das würde den Bereich Schule und Kindergarten entlasten, wo viel Schwerverkehr vorbeigeht. Wir haben jetzt einen Verkehrsplaner beauftragt, der uns bereits erste Ansätze geliefert hat.
Ein wichtiges Thema ist auch die Betriebsansiedlung: Hier freuen wir uns, dass über Inkoba die Firma Reingruber ein Backhaus errichten und 20 Arbeitsplätze schaffen wird. Beim „Dauerbrenner“ Betriebsentwicklungsgebiet Sternberg geht es derzeit um die Oberflächenwasserentsorgung. Ein Projekt dazu wurde bei der Wasserrechtsbehörde eingereicht.


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