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PUTZLEINSDORF. So gut wie alle Stückeln spielt er, der Stall von Betriebsleiter Markus Aichbauer und seiner Familie in Putzleinsdorf. 100 Rinder, davon 65 Milchkühe kauen darin entspannt ihr Futter. Das war nicht immer so. Der Betrieb lag einst mitten im Ort. Eine solche Weiterentwicklung wäre dort unmöglich gewesen.

Familie Aichbauer aus Putzleinsdorf. alle Fotos: Karin Wolkerstorfer/BBK Rohrbach
  1 / 4   Familie Aichbauer aus Putzleinsdorf. alle Fotos: Karin Wolkerstorfer/BBK Rohrbach

Aichbauer ist gelernter Landmaschinenmechaniker und ging nach Abschluss der Lehre im Jahr 2006 für viereinhalb Monate auf einen Milchviehbetrieb nach Wisconsin in den USA, um ein umfassendes Bild der Milchviehhaltung zu bekommen. Im Anschluss absolvierte er die landwirtschaftliche Meisterausbildung. In der Meisterarbeit beschäftigte er sich sehr intensiv mit der Weiterentwicklung seines elterlichen Hofes. Zu dieser Zeit wurde der Betrieb im Vollerwerb mit ungefähr 30 Milchkühen geführt. Im Jahr 2010 übernahm er den elterlichen Betrieb und begann das Neubauprojekt umzusetzen.

Auf dem neuesten Stand

Aichbauer entschied sich bereits 2010 für den Einsatz modernster Technik im Stall und kaufte einen Melkroboter. Das war damals einer der ersten im Bezirk Rohrbach. Der Melkroboter nimmt der Familie viel Arbeit ab, die Stallzeiten können etwas flexibler gestaltet werden, aber eine 24-stündige Bereitschaft ist trotzdem notwendig. Der neugebaute Stall ist sehr luftig und hell ausgerichtet, verfügt über einen fixen Klauenpflegestand und vor kurzem erst wurden fünf Ventilatoren eingebaut. Diese sorgen für eine angenehme Luftzirkulation im Stall. 

Austausch unter Gleichgesinnten

Aichbauer ist Mitglied beim Arbeitskreis Milchvieh im Bezirk Rohrbach. Dieses Beratungsangebot der Landwirtschaftskammer nutzen im Bezirk derzeit etwa 20 Betriebe. „Der Austausch mit anderen Betrieben aber auch die Weiterbildung mit Spezialberatern ist mir sehr wichtig“, berichtet der Betriebsleiter. Die Betriebe treffen sich im Jahr zwischen fünf und acht Mal, um verschiedene Themen zu bearbeiten. So hat sich auch die Sache mit den Ventilatoren ergeben – es wurden vom gesamten Arbeitskreis gleich 90 Stück angekauft.

Selbermacher

Aichbauer und seine Familie bewirtschaften derzeit rund 41 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, wobei rund 22 Hektar als Acker geführt werden. Auf diesen Flächen werden Triticale, Kleegras und Silomais kultiviert. Zudem legt Aichbauer Wert auf eine umweltgerechte Bewirtschaftung: Eine Teilnahme am Umweltprogramm ÖPUL mit der Einhaltung von fünf Prozent Biodiversitätsfläche ist selbstverständlich. Die Arbeiten werden zum größten Teil selbst erledigt, nur beim Silieren, bei der Getreideernte bzw. Maisernte werden einige Arbeiten an ein Lohnunternehmen vergeben.


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