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RAABS/THAYA. In der Galerie im Lindenhof wird eine Ausstellung der niederösterreichischen Gesellschaft für Kunst und Kultur zum Thema Kunstobjekte berühren oder nicht eröffnet.

Installation "Liegestühle" von Fridolin Welte. Foto: Heide Pichler
Installation "Liegestühle" von Fridolin Welte. Foto: Heide Pichler

Darf man Objekte berühren oder nicht? Diese Frage stellt sich im Kunstbereich, ob Museum oder Ausstellung, ob Galerie oder Kunst am Bau, jedes Mal, sobald man die Hand nach dem Objekt der Begierde ausstreckt und danach greifen möchte. Diesem Thema widmet sich die Ausstellung „Don´t touch! Berühren gestattet?“der niederösterreichischen Gesellschaft für Kunst und Kultur (NöART), die am Freitag, 21. August in der Galerie im Lindenhof eröffnet wird. Als Gegenkraft zum allgemeinen Berührungverbot und zu so mancher „Berührungsangst“ handelt es sich bei der Austellung um eine Schau zum Erfassen und Anfassen, aber auch zum Innehalten für Menschen, die mit Kunst in Berührung kommen möchten. BegreifenEin absolutes Tabu ist es, ein Ölgemälde oder eine Zeichnung zu berühren, obwohl so manches dicht gespachtelte oder geschichtete Werk dazu einlädt. Ein „Zuwiderhandeln“ löst hier schnell einen Museumsalarm aus. Und doch entspringt der Tastsinn, über den Menschen, nicht nur im Kindesalter, sich und die Welt wahrnehmen, einem starken inneren Bedürfnis mit der Umwelt in Kontakt zu treten und sie im wahrsten Sinne zu „begreifen“. Von diesem Grundgedanken des Erspürens geht die vorliegende Ausstellung aus und lädt großteils zum haptischen Erleben der Exponate ein. Denn die Objektkunst richtet sich ja, im Gegensatz zur Malerei, in ihrer Dreidimensionalität an alle Sinne. Wer möchte nicht den Unterschied zwischen glattem Stein und flauschigem Plüsch, elastischem Schaumgummi und spröder Holzstruktur erspüren? AchtsamkeitGleichwohl sind Achtsamkeit und Empathie im Umgang mit jeglicher Art von Kunst gefordert. Daher werden Exponate als „berührbar“ oder „unberührbar“ kenntlich gemacht. So geht es in der Ausstellung einerseits um das Hinterfragen des Verbotes „Don´t touch“ und umgekehrt um die Einladung „Berühren erlaubt“. Der Tastsinn selbst wird inhaltlich angesprochen und künstlerisch in den verschiedenen Medien ausgelotet. So soll in dieser stark skulptural geprägten Werkschau die sinnliche Wahrnehmung geschärft und bejaht, sowie die räumliche Präsenz von Kunst im Sinne eines erweiterten Skulpturenbegriffes erfahrbar gemacht werden. Materialien und KünstlerDie Umsetzung des vielschichtigen Themas erfolgt in unterschiedlichen Materialien wie Stein, Holz, Leder, Stoff, Filz, Blech, Draht, Papier, Schaumgummi und Silikon sowie in mannigfaltigen Medien wie Skulptur, Objektkunst, Video, Fotografie, Malerei und Collage.Zur Ausstellung gelangen Werke von Ona B., Petra Buchegger, Gisela Erlacher, Daniela Gallée, Josip Kaiser, Ernest A. Kienzl, Oswald Oberhuber, Heide Pichler, Anneliese Schrenk, Peter Sommerauer, Kurt Spitaler, Franziska Stiegholzer, Josef Trattner, Peter Weber und Fridolin Welte.Beginn der Vernissage ist um 19 Uhr mit Begrüßungsworten durch Bürgermeister Rudolf Mayer (ÖVP) und Sofie Fischer von NöART. Danachkommen einführende Worte von Judith P. Fischer, Kuratorin der Ausstellung. Die offizielle Eröffnung erfolgt durch Bundesrat Eduard Köck (ÖVP).Die Austellung ist von 22. August bis 18. September zu sehen, samstags von 14 bis 16 Uhr und am Sonntag von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr.Vernissage zur Ausstellung „Don`t touch! Berühren gestattet?“Freitag, 21. August 2015Beginn: 19 UhrGalerie im Lindenhof, Oberndorf bei Raabs 7, 3820 Raabs/Thaya


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