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Edurad Köck eröfnete Franz Part-Ausstellung im Regierungsviertel St. Pölten

Daniel Schmidt, 21.03.2016 11:19

RAABS - ST. PÖLTEN. Kürzlich eröffnete Bundesrat Eduard Köck (ÖVP) stellvertretend für Landeshauptmann Pröll die Vernissage „FP zu MD“ von Franz Part in der Ausstellungsbrücke im Regierungsviertel St. Pölten. „Franz Part ist Duchampjünger“, schreibt Gotthard Fellerer über den Künstler Franz Part. In der Einzelausstellung „FP zu MD“ präsentiert die Ausstellungsbrücke St. Pölten von 9. März bis 3. April 2016 eine Auswahl aus dem Werk des Künstlers aus Raabs, die sich auf analytische, intellektuelle, aber auch witzige Art und Weise mit dem Oeuvre von Marcel Duchamp auseinandersetzt.

Eduard Köck (l.) eröffnete die Ausstellung des Raabser Künstlers Franz Part (2.v.l.)
Eduard Köck (l.) eröffnete die Ausstellung des Raabser Künstlers Franz Part (2.v.l.)

Der aus dem Waldviertel stammende Künstler Franz Part wurde 1949 in Wien geboren. Nach der Matura 1969 studierte er von 1970 bis 1975 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Walter Eckert und Rudolf Hausner Malerei. Seit 1973 beteiligte er sich an zahlreichen Ausstellungen im Inund Ausland. Als Lehrer für bildnerische Erziehung am Gymnasium Waidhofen an der Thaya verwandelte er das Schulgebäude im Rahmen des von ihm ins Leben gerufenen Projektes „Schule“ in ein lebendiges Museum. Für das Projekt „Schule“ fertigte er eine Reihe von Repliken von Marcel Duchamp, Man Ray, Joseph Beuys und anderen zeitgenössischen Künstlern in Originalgröße an und gestaltete so die Gänge und Pausenräume seiner Schule. Franz Part lebt und arbeitet in Raabs.

Einer der prägendsten Künstler für sein Schaffen war und ist Marcel Duchamp. Der erste Berührungspunkt mit dem französische-amerikanischen Maler und Objektkünstler ergab sich durch ein Weihnachtsgeschenk seiner Mutter in der sechsten Klasse. Das Weihnachtsbuch legte den Grundstein für eine lebenslange Auseinandersetzung mit Marcel Duchamp. Diese führte ihn auch an alle jene Orte, an denen Werke von Duchamp zu sehen sind wie zum Beispiel Paris, Philadelphia und New York.

„Duchamp, so Part, hat eigentlich alles gemacht, was zu machen war. Er selbst, so empfindet er, übernahm nur das künstlerische Wollen Duchamps …“ Franz Part schätzt vor allem die Impulse, die von Marcel Duchamps Werk ausgehen, geht jedoch konsequent seinen eigenen Weg. „Ich befasse mich bewusst mit dem, was andere machen“, sagt Franz Part über sich selbst. Er schafft nicht nur Tag und Nacht, sondern arbeitet und spielt besonders gerne mit berühmten Künstlern und ihren Werken. Indem er diese verändert, inhaltlich neu interpretiert, in einen neuen Kontext stellt bzw. in seine Formensprache übersetzt, entstehen eigenständige Werke, die viel zu entdecken und zu erzählen wissen. Entstanden seine Arbeiten zu Beginn spontan und schnell, geht er heute sehr analytisch vor und legt jedem Werk einen wohldurchdachten und genauen Plan zugrunde. Ein Betrachten der Arbeiten gleicht einer Zeitreise durch die Kunstgeschichte und lädt ein den Rätseln auf die Spur zu gehen.


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