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RIED IM INNKREIS. Den nahenden 90. Geburtstag des Rieder Malers Hubert Fischlhammer nahm die Innviertler Künstlergilde (IKG) zum Anlass für eine Doppelausstellung in ihrem neuen Domizil am Kirchenplatz 11.

  1 / 3   Hubert Fischlhammer, Roman Kloibhofer, IKG-Obmann Walter Holzinger und Kulturstadträtin Claudia Schoßleitner (v. l.) hinter einer Skulptur von Thomas Wiederkehr
Im ersten Raum werden Bilder von Fischl­hammer gezeigt – allerdings nur wenige Bilder, die er gemalt hat, sondern vor allem Porträtfotografien, die der Rieder Journalist Roman Kloibhofer, den mit dem Künstler eine langjährige Freundschaft verbindet, in den letzten Jahren gemacht hat. Die sensiblen und ausdrucksstarken Aufnahmen entstanden unter anderem bei Ausstellungseröffnungen und in Fischlhammers Atelier.Eine weitere Ehrung erfährt Fischlhammer vom Museum Volkskundehaus, das ab 24. September eine Retrospektive zeigt. Positionen IIm zweiten Teil der Ausstellung beziehen Künstler der IKG Positionen – zum Teil auch aktuell und politisch. Kurator Günter Patoczka: „Das Spannungsfeld zwischen Gesellschaft, Politik, Natur und Alltag ist des Künstlers tägliches Brot.“ Dabei müsse er den Spagat schaffen zwischen dem, was er wirklich ausdrücken will und dem, was am Markt verkäuflich ist. Das Bild „Dog Beat Dog“ malte Erich Plettenbacher nach der Lektüre des Schweizer Soziologen und Globalisierungskritikers Jean Ziegler. Die Holzskulptur „Schande“ von Meinrad Mayr­hofer, mit der er auf die Bootsflüchtlinge im Mittelmeer reagiert, braucht keinen weiteren Kommentar. Kontrastiert wird sie mit einer kleinen Skulptur aus seiner Reihe „Bettgeschichten“, die John Lennon und Yoko Ono bei ihrem legendären „Bed-In“ von 1969 zeigt. Weitere eindrucksvolle Exponate steuern Robert Wallner, Elisabeth Peterlik, Thomas Wiederkehr, Karl Ellinger und Bernhard Braumann bei. Für 2016 und 2017 sind weitere Ausstellungen in dieser Reihe geplant. Das tragende Element ist die Kunst als Bewahrer, Unruhestifter und Visionär.

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