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RIED. Mit ihrem neuen Programm „Lieder aus dem Walfischbauch“ gastiert die Rieder Band Junger am Dienstag, 30. April, im KiK.

  1 / 3   Junger sind (v. l.) Andreas Mitterbuchner, Thomas Jungmayr, Hans-Peter Junger und Albert Radlinger. (Foto: Lothar Prokop)

Junger sind der nächste Schritt in der Entwicklung von Hans-Peter Junger und die Jünger, die vor zwei Jahren ein erinnerungswürdiges Konzert im KiK spielten.

Veteranen

Die vier Musiker sind Veteranen der heimischen Musikszene. Albert Radlinger (Gitarre), Andreas Mitterbuchner (Bass, Gesang) und Thomas Jungmayr (Schlagzeug) machten sich schon Ende der 90er-Jahre als Sin After Sin mit knallhartem und schnellem Speedmetal-Hardcore-Psychedelic-Sound einen Namen.

Die Karriere von Sänger und Mastermind Hans-Peter Junger begann vor mehr als 25 Jahren mit der Coverrockband „Little Goat Brook Band“. Danach war er bis 2008 als Peter Gift aktiv und gründete dann zusammen mit den ehemaligen Sin After Sin die knochentrockene Rockband Revolve.

Nach viel beachteten Auftritten und einer kreativen Pause kehrten die vier vor gut zwei Jahren als Singer-Songwriter-Projekt Hans-Peter Junger & die Jünger mit deutschsprachigen Liedtexten zurück (unter anderem gewannen sie den Chiemsee Liedermacher Contest 2017).

Junger

Junger spielen in der gleichen Besetzung wie Hans-Peter Junger und die Jünger. Dennoch sind sie nicht mehr die selbe Band

Zum einen sei man als Band wieder mehr zusammengerückt und habe sich mit Stefan Burgstaller einen vertrauten Steuermann/Manager/Produzenten früherer Tage zurück an Bord geholt, erzählt Frontmann Hans-Peter Junger. Zum anderen hat sich auch die Musik geändert.

Aus dem manchmal doch chansonesken Rock von „Hinterhof des Glücks“, dem ersten Album der Band, ist ein „wolkenverhangener Indie-Rock“ geworden, der deutlich zupackender und rockiger ist (und auch nicht mehr so oft mit Element of Crime verglichen wird). Nur rund ein Viertel der alten Nummern haben es ins neue Programm geschafft. Hans-Peter Jungers detailreiche Beobachtungen und lakonischen Schilderungen in den Texten blieben allerdings.

Eine gewisse Abgeklärtheit

„Ich schreibe über Emotionen, die zum Leben dazugehören, über die Hochs und Tiefs, die man erlebt und die ich mit einer gewissen Abgeklärtheit umzusetzen versuche.“ Im fortgeschrittenen Alter (Junger ist 45) sei man eben nicht mehr so aufgeregt, meint der Sänger.

Dass die neuen Songs „ein bißchen ekstatischer“ klingen, habe sich beim Zusammenspiel so ergeben. Mit Bezug auf die hart rockende Vergangenheit der Musiker meint Junger: „Die alten Geister haben sich doch wieder geregt und unter die neuen gemischt.“ Es sei aber notwendig gewesen, nach Revolve „einen Cut vom Rock zu machen – sonst wären wir ewig im gleichen Fahrwasser geblieben.“ Nach dem klaren Schnitt sei es jetzt auch wieder möglich, auf die Vergangenheit zurückzugreifen.

Walfischbauch

Walfischbauch passt zu den maritimen Referenzen, die immer wieder in Jungers Texten auftauchen. Mit der biblischen Geschichte von Jonas und dem Wal hat der Begriff allerdings nichts zu tun: „Er steht für unseren Band-Proberaum oder meinen Musikraum; Orte, an denen wir kreativ arbeiten und wir selbst sein können.“ (facebook.com/junger.band).

  • Dienstag, 30. April, 20 Uhr
  • Ried, KiK
  • Eintritt: 18 Euro
  • Karten: Raiffeisenbank Region Ried, Thalia Buchhandlung, kik-ried.com (Reservierung dringend empfohlen)

Videos:

HP JUNGER & DIE JÜNGER

live im KiK, 28. April 2017

REVOLVE

live im KiK, 5. Februar 2011

im Proberaum, 27. Dezember 2010


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