Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

OÖ Zivilschutz: „Es ist wichtig, zu wissen, was man für die eigene Sicherheit tun kann“

Olga Streicher, 24.04.2017 12:56

Ried. Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer wurde zur neuen Zivilschutz-Bezirksleiterin für Ried bestellt. Als behördliche Einsatzleiterin auf Bezirksebene möchte sie das Thema Zivilschutz und Eigenvorsorge einer breiten Öffentlichkeit näherbringen. Weidenholzer ist künftig Ansprechpartnerin in allen Fragen des Selbstschutzes und der Sicherheitsprävention für die Bevölkerung im Bezirk Ried.

  1 / 2   Ein großflächiger, längerfristiger Stromausfall – der sogenannte „Blackout“ – könnte weitreichende Folgen haben. Foto: Wodicka

Zivilschutz und das Thema Eigenvorsorge gewinnen in der Bevölkerung an Stellenwert. „Wir befinden uns in einer Phase, wo das subjektive Sicherheitsgefühl leidet. Umso wichtiger ist es, zu wissen, was man für die eigene Sicherheit tun kann“, meint OÖ Zivilschutz-Präsident Michael Hammer.

Selbstschutz ist der beste Schutz

Die Hauptaufgabe des OÖ Zivilschutzes ist es, die Bevölkerung dahingehend zu sensibilisieren, dass immer ein Krisenfall eintreffen kann und sich jeder selbst bestmöglich darauf vorbereiten sollte. Es ist wichtig, jederzeit auf Notfallsituationen vorbereitet zu sein. „In meiner neuen Funktion möchte ich das Bewusstsein der Bürger für Eigenvorsorge und Selbstschutzmaßnahmen stärken“, meint auch Weidenholzer. Zu einem krisenfesten Haushalt gehören unter anderem ein ausreichender Lebensmittel- und Getränkevorrat und technische Hilfsmittel für den Katastrophenfall, wie ein Notfallradio, eine Notbeleuchtung oder eine Ersatzkochgelegenheit.

Szenario „Blackout“

Die Bezirkshauptfrau hat sich auch mit dem Thema Blackout, einem längerfristigen, großflächigen Stromausfall, auseinandergesetzt. Ein Szenario, das jederzeit eintreten könnte – für Stunden oder auch mehrere Tage. „Nach drei Tagen ohne Strom wird es für die Bevölkerung schon sehr schwierig“, meint Weidenholzer. Sie möchte keine Ängste schüren, sondern zur Eigenvorsorge motivieren. „Es ist einfach wichtig, jederzeit auf Notfallsituationen vorbereitet zu sein“, sagt die Zivilschutz-Bezirksleiterin. „Denn je besser die Bürger auf Katastrophensituationen vorbereitet sind, desto besser funktioniert die Zusammenarbeit mit der Behörde und den Einsatzkräften im Katastrophenfall“, meint sie weiter.

Krisenfester Haushalt

Ein ausreichender Lebensmittelvorrat ist die Grundlage der Eigenvorsorge. Hamsterkäufe und ausbleibende Lieferungen führen in Krisenzeiten rasch zu leeren Geschäften. Jeder sollte einen gewissen „Grund-Notvorrat“ haben – bestehend aus Produkten, die mindestens ein Jahr haltbar sind. Mit diesem Vorrat sollte man einen Zeitraum von sieben Tagen überbrücken können.

Arbeitsschwerpunkte des OÖ Zivilschutzes

Im landesweiten Fokus des Oberösterreichischen Zivilschutzes stehen heuer unter anderem die Kooperation zwischen der Polizei und dem Zivilschutz beim Projekt „Gemeinsam.sicher“. Dessen Ziel ist ein strukturierter Dialog zwischen allen Akteuren zum Thema Sicherheit.

Am 26. April findet heuer die Zivilschutz-Kindersicherheitsolympiade für rund 250 Kinder der dritten und vierten Volksschulklassen des Bezirkes in Taiskirchen statt. Dabei lernen die Kinder spielerisch, wie man Gefahren vermeiden und wie man mit ihnen umgehen kann. Außerdem beginnt die Vermittlung des Selbstschutzes bereits bei den jüngsten Volksschülern. Der OÖ Zivilschutz verteilte im Vorjahr zu Schulbeginn an alle Taferlklassler eine Warnweste (669 Stück im Bezirk Ried). Die Nachhaltigkeitsüberprüfung 2016/2017 ergab eine Tragehäufigkeit von 50 Prozent. Im Bezirk Ried wurde eine Tragehäufigkeit von 78,6 Prozent erreicht.

Weitere Informationen zum Oberösterreichischen Zivilschutz online unter www.zivilschutz-ooe.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden