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RIED. Ab sofort ist die Stadt Ried Mitglied des Bodenbündnisses, dessen Mitgliederzahl in Oberösterreich sich damit auf 60 Gemeinden und Städte erhöht. 37 Prozent der oberösterreichischen Bevölkerung lebt nun in Bodenbündnis-Gemeinden.

Ried zeigt Einsatz für den Boden (v. l.): Vizebürgermeisterin Gabriele Luschner, Stadtrat Lukas Oberwagner, Vizebürgermeister Michael Steffan, Renate Leitinger, Bürgermeister Albert Ortig, Gerlinde Larndorfer, Gemeinderäte Ernst Reiter, Thomas Brückl, Nicolas Schoßleitner. (Foto: Stadtgemeinde Ried im Innkreis)

Das Bodenbündnis ist ein europaweites Netzwerk aus Gemeinden, Regionen und Organisationen. Gemeinsames Ziel ist es, auf die immense Bedeutung des Bodens aufmerksam zu machen und eine nachhaltige, kommunale Bodenpolitik zu forcieren.

Böden sind Co2-Speicher

„Böden kommt beim Klimaschutz eine enorme Bedeutung zu, denn sie speichern mehr CO2 als die Pflanzen weltweit. Zudem brauchen wir gesunde, unverbaute Böden, um Starkregenereignisse abzupuffern und uns mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln zu versorgen“, führt Gerlinde Larndorfer vom Klimabündnis OÖ aus. Dennoch werden in Oberösterreich täglich rund zwei Hektar Grünland verbaut.

Maßnahmen zum Bodenschutz

Mit Vorträgen, Workshops in Schulen und Bodentagen soll auf die Bedeutung des Bodens aufmerksam gemacht werden. Auch die Beratung der Mitgliedsgemeinden steht im Zentrum des Bündnisses. Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Bodenfunktionskarten, dem Verzicht auf bodenschädigende Pestizide und dem Projekt „Bienenfreundliche Gemeinde“.

Verantwortung der Gemeinden

Gemeinden spielen beim Bodenschutz eine wichtige Rolle. Sie entscheiden in der Raumplanung über die Bodennutzung, sind verantwortlich für die öffentlichen (Grün-)Flächen und sind Schnittstellen der Bevölkerung. „Gemeinden und ihre Bürger können viel für den Bodenschutz tun“, betont Renate Leitinger, Vorstandsmitglied des Internationalen Bodenbündnis-Vereins.

„Der Erhalt von Grün- und Naherholungsflächen sowie Grünkorridore, aber auch die Sicherung unserer Böden für die Erzeugung gesunder regionaler Lebensmittel sind ein besonderes Anliegen“, so Bürgermeister Albert Ortig.


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