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RIED. Das Frauenhaus Innviertel, Frauennetzwerk3, Gewaltschutzzentrum Oberösterreich beteiligen sich jedes Jahr an der Kampagne „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen“. 16 Tage lang setzt man mit der Fahne „Nein zu Gewalt an Frauen“ am Hauptplatz ein sichtbares Zeichen.

Auch heuer wurde am Hauptplatz die Fahne gegen Gewalt gehisst.
  1 / 2   Auch heuer wurde am Hauptplatz die Fahne gegen Gewalt gehisst.

Gemeinsam mit Vertreterinnen der drei Beratungseinrichtungen Frauennetzwerk3, Frauenhaus Innviertel und das Gewaltschutzzentrum Oberösterreich wurde mit Bürgermeister Albert Ortig die Fahne gegen Gewalt gehisst. Die 16 Tage gegen Gewalt umfassen die Zeit zwischen dem 25. November – dem internationalen Gedenktag für alle Frauen und Mädchen die Opfer von Gewalt wurden und dem 10. Dezember – dem internationalen Tag der Menschenrechte.

Zahlen belegen, Gewalt an Frauen und Kindern ist gestiegen

Ursula Walli, Geschäftsführerin vom Frauenhaus Innviertel untermauerte in Zahlen, wie wichtig diese jährliche Aktion ist und wies darauf hin, dass sich im letzten Jahr 3.341 Personen an ein Frauenhaus gewendet haben, davon 1.634 Frauen und 1.707 Kinder. Im Vergleich zum Jahr 2016 ergibt dies bei den Frauen eine Steigerung um 6 Prozent und bei den Kindern ein Plus um 7,4 Prozent.

Gewalt nicht unter den Teppich kehren

„Gewalt an Frauen, Kindern und Schwächeren darf nicht unter den Teppich gekehrt werden. Wir erleben durch die Häufigkeit an Berichterstattungen, Film und Fernsehen tagtäglich Gewalt an Schwächeren, was zur Selbstverständlichkeit und Normalität führt“, betont Bürgermeister Albert Ortig und verweist darauf, ein Zeichen zu setzen, sich gegen Gewalt zu verwehren und alles zu versuchen die Täter der Gerichtsbarkeit zuzuführen und somit aufzuzeigen, dass dies nicht hingenommen wird.

Zum Gedenktag

Der Gedenktag geht auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal zurück, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt.

Auf einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in Bogotá, Kolumbien im Jahr 1981 würdigten die Teilnehmerinnen diese Frauen und riefen ihr Todesdatum zum Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.


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