Traditioneller Pferdemarkt lockt wieder tausende Besucher nach Ried
RIED. Am Dienstag nach Ostern werden in Ried seit jeher – oder genauer gesagt seit dem Jahr 1484 – die Rösser aufgetrieben. Jahr für Jahr kommen bis zu 5.000 Besucher in die Bezirksstadt, um ihre Pferde bewerten zu lassen oder um am Nachmittag beim großen Festzug mit dabei zu sein.

Heuer werden am Zug auch mehrere Gespanne teilnehmen, die das Thema Genuss thematisieren: neben der Brauerei Ried erstmals auch Direktvermarkter aus der Region mit einem Käsewagen, einem Wurstwagen und einem Schnapswagen (mit Erwin Diermayr, dem hochprämierten Schnapsbrenner und Bürgermeister von Tumeltsham). Ein mit einem Sängerinnen-Quintett besetzter Wagen kündigt den Genussmarkt am 11. Mai am unteren Hauptplatz an. An die 50 Aussteller werden an diesem Samstag im Mai erwartet.
Musiker spielen auf
Neu beim Pferdemarkt ist auch ein Auftritt der Stadtkapelle Ried, die ab 13 Uhr am Hauptplatz aufspielen wird. „Der Pferdemarkt hat nichts an Beliebtheit eingebüßt, wir können zufrieden sein“, meint Organisator Rudolf Riedl aus Pramet im Hinblick auf die vergangenen Jahre. Auch heuer konnte er wieder neue Teilnehmer für den Festzug gewinnen.
Buntes Programm
So haben Reiter des Vereins Pondera aus Aurolzmünster ihr Kommen zugesagt. Der Verein bietet therapeutisches Reiten und Voltigieren an und nimmt mit seinen Mitgliedern regelmäßig an den Special Olympics teil; zuletzt Ende März in Abu Dhabi, von wo die Reiterinnen und Reiter vier Mal Edelmetall mit nach Hause brachten.
Zu Pferd und in der Kutsche
Am Festzug beteiligen werden sich auch die Musikkapelle Taiskirchen und die Bergknappenkapelle Ampflwang, die „Singende Wirtin“ aus Großraming, zwei Kindervolkstanzgruppen und der bayerische Heimatverein Grongörgen/Haarbach mit einem Gespann der „Tölzer Leonhardifahrt“. Als Vorgriff auf die vom Innenministerium angekündigte berittene Polizei reiten Polizisten in Uniform auf ihren (Privat-)Pferden mit.
Der Ablauf ist wie gehabt: Von 9 bis 11 Uhr werden am unteren Hauptplatz Pferde vorgeführt und bewertet. Teilnehmen dürfen alle zwei- bis fünfjährigen Warm- und Kaltblutpferde, für Mutterstuten mit Fohlen gibt es keine Altersgrenze.
Um 13.30 Uhr formiert sich am Messegelände der Festzug, Höhepunkt und Glanzstück des Pferdemarktes. Reitergruppen und knapp 20 Gespanne ziehen gemeinsam in die Stadt zum Hauptplatz, wo um etwa 15 Uhr die Siegerehrung der am Vormittag präsentierten Pferde stattfindet. Zuvor – um etwa 14 Uhr – werden die Rösser gesegnet. Wie alle Jahre wird auch heuer zum Abschluss des Pferdemarktes wieder ein Pony verlost.


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