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RIED. Der Verein Trafos benennt das Haus der Nachhaltigkeit in der Rainerstraße 5 in die Giesserei um und zeigt so historische Bezüge auf.

Max Gramberger bei den Bauarbeiten in der Giesserei. Foto: privat
Max Gramberger bei den Bauarbeiten in der Giesserei. Foto: privat

Das Haus in der Rainerstraße 5 ist ein Haus mit langer Tradition. Bereits in der Mitte des 15. Jahrhundert wird es erstmals urkundlich erwähnt. Die Berufsbezeichnungen der Besitzer reichen vom Strumpfstricker, Weißbierwirt, Schlosser, Stüblbader, Salzhändler, Krämer und Schlosser bis zum Eisenwarenhändler. Auf besonderes Interesse ist bei den Trafos, den Freunden der Nachhaltigkeit, die derzeit das Haus umbauen, allerdings die Berufsbezeichnung Zinngießer gestoßen. Ende des 16. und die meiste Zeit des 17. Jahrhunderts war im Haus eine Zinngießerei untergebracht.

Die Zukunft mitgestalten

„Etwas in neue Formen zu gießen, symbolisiert sehr schön unsere Idee der Mitgestaltung unserer Zukunft. Wir zeigen damit aber auch, dass uns unsere Wurzeln wichtig sind. Die Giesserei wurde auch sofort im Vorstand als neue Kurzform des „Hauses der Nachhaltigkeit“ begrüßt. Wenn ich dann bei den Recherchen erlebe, dass im Rieder Häuserbuch das Objekt in seiner ersten Erwähnung 1455 als Gramperger-Haus bezeichnet wird, so wird der Geschichtsbezug noch lebendiger und persönlicher“, erzählt Trafos Obmann Max Gramberger, der auch schon eine Vermutung hat, wo im Haus diese Giesserei untergebracht war. „Im hinteren Hausteil konnten wir einen zweigeschoßigen Raum mit einem besonderen Gewölbe freilegen, wo sich die Gießerei höchstwahrscheinlich befunden hat. Jedenfalls haben wir uns sehr rasch auf diesen Namen geeinigt, der für uns auch auf die Transformation und auf das Neue hinweist, dass man mit einer Gießerei verbinden kann“, so Gramberger.


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