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RIED. Das Mobile Hospiz des Roten Kreuzes Ried konnte Günther Loewit, Arzt und Schriftsteller, für einen äußerst interessanten Vortrag im Pfarrsaal Riedberg am 2. April, um 19.30 Uhr gewinnen.

Günther Loewit kritisiert in seinem Buch „Wieviel Medizin überlebt der Mensch“ die moderne Hochleistungsmedizin. Foto pixelkinder.com

Beststeller-Autor Günther Loewit gibt einen tiefen und ergreifenden Einblick auf seine Sicht hinter die Kulissen des Gesundheitssystems. Er präsentiert seinen Zugang zum Thema Sterben und Umgang mit dem Tod – kritisch, provokant und informativ. Ist das Sterben überhaupt noch notwendig? Wo bleibt beim Sterben die Würde, was ist bloß Lebensverlängerung?

Der Tod als Feindbild

Alljährlich sterben in Österreich rund 80.000 Menschen – „unter Protest“, wie der Mediziner schreibt. Der Tod wurde zum Feindbild. Er wird als medizinisch-gesellschaftliches Versagen definiert. Bis zum letzten Augenblick wird um eine Verlängerung des Lebens gekämpft, erklärt er weiter. Um jeden Preis – egal, welche körperlichen oder seelischen Schmerzen dies für den Sterbenden bedeutet. „Wir sagen immer nur „bitte noch mehr“ und nie „danke dafür was war““, kritisiert Loewit. Patienten erfahren im hohen Alter noch intensivmedizinische Behandlungen, um am Ende Monate oder gar Jahre – womöglich im Wachkoma – zu verbringen. Ein spannender Abend zu einem Thema, das alle Menschen betrifft, ist garantiert.

Termin und Karten

Dienstag, 2. April, 19.30 Uhr, Pfarrsaal Riedberg

Kartenvorverkauf: 10 Euro bei allen Sparkassen; Abendkassa: 12 Euro


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