Telefonische Gesundheitsberatung „1450“ nahm Betrieb auf
LINZ/OBERÖSTERREICH. Als Teil des Patientenauskunfts- und Leitsystems (PALES) des Roten Kreuzes startete in Oberösterreich vor wenigen Tagen die kostenlose, rund um die Uhr erreichbare telefonische Gesundheitsberatung „Wenn“s weh tut! 1450“.

Wenn mitten in der Nacht der Zahn pocht, am Sonntag der Bauch krampft oder am schönsten Nachmittag ein Insektenstich anschwillt, dann wissen Betroffene oft nicht was zu tun ist. Gesundheitliche Probleme oder plötzlich auftretende Symptome verunsichern viele Menschen.
Sie wissen nicht, an wen sie sich am besten wenden, wie akut es ist oder ob sie sich selbst helfen können. Hier soll die neue telefonische Gesundheitsberatung unter der Nummer 1450 kompetente Unterstützung anbieten.
Geschultes Personal
In vielen Fällen können die Symptome selbst behandelt werden – den Patientinnen und Patienten werden dadurch unnötige Besuche in Notfallambulanzen erspart. „Wenn“s weh tut! 1450“ hilft aber gleichermaßen dabei, gefährliche Symptome richtig zu interpretieren und die Anrufer an den jeweils besten Punkt der Gesundheitsversorgung (best point of service) zu verweisen oder, wenn notwendig, Rettungsdienst oder Notarzt zu aktivieren.
Medizinisch besonders geschultes diplomiertes Krankenpflegepersonal lotst jeden Anrufer durch ein von Medizinern entwickeltes protokollgestütztes Abfragesystem und gibt dann Verhaltensempfehlungen ab.
Kostenlose Beratung
Dabei wird natürlich der Wohnort des Anrufers berücksichtigt, um gegebenenfalls nächstgelegene Ärzte oder andere Gesundheitseinrichtungen (Öffnungszeiten, Kontaktdaten etc.) zu vermitteln. Die telefonische Beratung ist kostenlos, die Anrufer bezahlen nur die üblichen Telefonkosten.
Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander: „Bei der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 erfahren alle zu jeder Tages- und Nachtzeit kostenlos, wo sie mit ihren körperlichen oder psychischen Beschwerden am besten aufgehoben sind, aber auch Hilfe zur Selbsthilfe. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitskompetenz geleistet.“
Erfolgreiches Pilotprojekt
In Wien, Niederösterreich und Vorarlberg startete im April 2017 das Pilotprojekt. Bis 31. Dezember 2018 wurden rund 124.000 Anrufe mit etwa 92.000 durchgeführten Gesundheitsberatungen verzeichnet. Überall wurden die Erwartungen erfüllt und konnten die Spitalsambulanzen entlastet werden. In Oberösterreich wird das Projekt von Bund, Land, Gebietskrankenkasse und vom Roten Kreuz durchgeführt.


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