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Startschuss für die Elektrifizierung der Innkreisbahn

Rosina Pixner, 28.04.2026 08:35

INNVIERTEL. Mit April 2026 beginnt die Elektrifizierung der Innkreisbahn. Das Großprojekt soll die regionale Bahnverbindung zwischen Neumarkt-Kallham, Ried, Braunau und Simbach fit für die Zukunft machen – mit schnelleren Verbindungen, moderner Technik und deutlich weniger Emissionen. Am Bahnhof Ried erfolgte dafür zu Wochen-
beginn der Baustart.

Visualisierung des neuen Bahnhofs in Ried (Foto: ÖBB_3D Schmiede)
  1 / 2   Visualisierung des neuen Bahnhofs in Ried (Foto: ÖBB_3D Schmiede)

Die Innkreisbahn wird auf einer Länge von rund 55 Kilometern mit einer Oberleitung ausgerüstet. Insgesamt werden in den nächsten Jahren rund 1.200 Oberleitungsmasten und 68 Kilometer Fahrdraht errichtet. Ein neuer Schaltposten sowie ein neues Unterwerk sichern den zuverlässigen Betrieb mit grünem Bahnstrom entlang der Strecke.

87 Millionen Euro 
für Elektrifizierung

Damit setzen die ÖBB einen weiteren Schritt für den zukunftsorientierten Streckenausbau in Oberösterreich. Die Bundesbahnen investieren 87,3 Millionen Euro in die Elektrifizierung der Innkreisbahn. „Mit der Elektrifizierung der Innkreisbahn setzen wir einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung des regionalen Zugverkehrs in Oberösterreich. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind gezielte Investitionen in ein nachhaltiges und leistungsfähiges Schienennetz wichtig. Wir investieren gezielt in jene Projekte, die den größten Mehrwert für die Region und Fahrgäste bringen“, sagte Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) bei einem Lokalaugenschein am Bahnhof in Ried.„Ab Ende 2029 sind Zugfahrten vom Innviertel in den oberösterreichischen Zentralraum mit 100 Prozent grünem Bahnstrom möglich. Dann kann die Strecke mit modernen Elektrozügen befahren werden. Das bringt mehr Komfort für Fahrgäste und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in Österreich“, betonte Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG bei ihrem Besuch in Ried.

Moderne Verkehrsdrehscheibe

Der Bahnhof in Ried wird bis 2029 zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe umgebaut. Gearbeitet wird an der Modernisierung der Bahnanlagen, einem neuen Bahnhofsgebäude sowie optimierten Zugängen zu Busterminal und Taxistand. Damit wird der öffentliche Verkehr im Innviertel gestärkt und Fahrgäste profitieren von deutlich mehr Komfort. Im Zuge des Umbaus des Bahnhofs Ried ist auch eine Verbreiterung der Unterführung „Eberschwanger Straße“ vorgesehen. So soll Platz für einen modernen Rad- und Fußweg geschaffen werden. Auch ein neuer Personendurchgang mit Rampen direkt neben dem Bahnhofsgebäude ist geplant. Damit wird nicht nur der Zugang zu den Bahnsteigen erleichtert, sondern auch der Stadtteil Wegleiten wieder direkt mit der Stadt verbunden.„Die Elektrifizierung der Innkreisbahn ist ein wichtiger Schritt für eine moderne und leistungsfähige Schieneninfrastruktur im Innviertel. Wir schaffen damit die Grundlage für mehr Kapazität, bessere Anschlüsse und einen deutlich höheren Komfort im täglichen Pendelverkehr. Gleichzeitig stärken wir die Verbindung in den oberösterreichischen Zentralraum und erhöhen die Attraktivität des Standorts für Wirtschaft und Arbeitnehmer. Diese Investition bringt konkrete Verbesserungen für die Menschen in der Region und macht die Bahn fit für die Zukunft“, so FP-Landesrat Günther Steinkellner.

Streckensperren und Schienenersatzverkehr

Während der Bauzeit müssen sich Fahrgäste allerdings auf Einschränkungen einstellen. Zwar soll der Betrieb großteils aufrechterhalten bleiben, dennoch sind temporäre Streckensperren, Schienenersatzverkehr und längere Fahrzeiten in einzelnen Bauphasen unvermeidbar


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