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„Wir wollen den Schwung des Bundesliga-Aufstiegs mitnehmen“

Walter Horn, 09.09.2016 17:37

RIED. Der Aufstieg der UVC Weberzeile Ried in die 1. Volleyball-Bundesliga überstrahlt zwar Vieles, aber die Sportunion Ried denkt gar nicht daran, dem sportlichen Erfolg alles andere unterzuordnen.

Union-Obmann Wolfgang Puttinger, der neue Sportliche Leiter Peter Eglseer und Sektionsleiter Roman Lutz (v. l.) präsentierten im Union-Sportzentrum die Pläne für die kommende Saison.

„Wir wollen den Schwung des Aufsteigs mitnehmen“, sagt Obmann Wolfgang Puttinger, „allerdings auch, um den Nachwuchs an den Sport heranzuführen.“ Sektionsleiter Roman Lutz bestätigt, dass schon nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga der Volleyball in Ried stärker wahrgenommen wurde. „Unser Ziel ist, Kinder und Jugendliche über die zweite Herrenmannschaft, die in der Landesliga spielt, in das Bundesligateam einzugliedern.“

Auch deswegen engagiert sich die Union in zwei Schulkooperationen mit der Waldmüllerschule und der NMS1 (Brucknerschule), um den Schülern mehr Möglichkeiten zur Sportausübung zu bieten. Dabei setzt die Union vor allem auf Ballsportarten. Peter Eglseer, der neue Sportliche Leiter der Union: „Wenn man die Kinder nicht rechtzeitig erreicht, wird es sehr schwer, sie noch mit 16 oder 17 Jahren für den Ballsport zu begeistern.“

Wolfgang Puttinger: „Unser Sportzentrum wurde auch mit über zwei Millionen Euro öffentlicher Mittel gefördert – das ist kein Geschenk, sondern eine Verpflichtung.“ Seit der Eröffnung der Sporthalle vor sieben Jahren hat sich die Mitgliederzahl der Union von rund 500 auf 850 erhöht.

Großes Kursangebot

Der Breitensport bleibt weiterhin im Fokus. Mit dem Kurs- und Trainingsangebot der sechs Sektionen (Volleyball, Turnen, Tanzsport, Badminton, Basketball und Handball) ist das Sportzentrum an der Griesgasse an fünf Tagen in der Woche bis 22 Uhr belegt (genaue Info: www.unionried.at).

Neuer Sportlicher Leiter

Der neue Sportliche Leiter der Union Peter Eglseer (Nachfolger von Max Hörmandinger) hat am 1. September die Arbeit aufgenommen. Der 26-jährige Beachvolleyball-Staatsmeister mit Erfahrung in der Vereinsorganisation absolviert ein Lehramtsstudium für Information und Kommunikation und ist mit 30 Stunden pro Woche angestellt. Er wird auch in der Mannschaft des UVC Weberzeile spielen.

Meisterschaft

Der Aufstieg stellt den Verein vor große Herausforderungen. So können die Heimspiele nicht wie bisher im Union-Sportzentrum ausgetragen werden, weil dieses die Anforderungen des Verbandes (u. a. neun Meter Hallenhöhe) nicht erfüllt. Puttinger: „Wir konnten uns damals nicht mehr leisten als eine „besser ausgestattete Schulturnhalle“, und vom Aufstieg in die 1. Bundesliga haben wir nicht einmal geträumt.“

Höchstwahrscheinlich wird der UVC die Heimspiele in der Messehalle 18 durchführen. Dazu fehlt allerdings noch der Beschluß der Stadtgemeinde, die Kosten von rund 25.000 Euro zu übernehmen; laut Puttinger wurde der Union aber politischer Konsens signalisiert.

Weil die Messehalle nicht immer zur Verfügung steht (Lutz: „Das Entgegenkommen der Messe ist enorm!“), muss auch der Spielplan entsprechend ausgerichtet werden – die Heimspiele werden fast im Block und hauptsächlich von November bis Jänner stattfinden.

Das erste Heimspiel kann beispielsweise nicht zum Saisonstart am 8. Oktober gespielt werden, weil an diesem Wochenende die Musikmesse „Music Austria“ stattfindet. Also startet der UVC Weberzeile Ried mit fünf Auswärtsspielen in die Saison, bevor am 19. und 20. November die ersten Heimspiele über die Bühne gehen.

Dass das für die Mannschaft nicht ganz einfach ist, weiß man bei der Union. Roman Lutz: „Diese Saison wird anders laufen. Wir hoffen natürlich auf Siege, aber eine weiße Weste werden wir nicht behalten.“ Puttinger: „Das Ziel lautet: Nicht absteigen!“ Der Kampf gegen den Abstieg wird besonders hart, weil die Liga von zehn auf acht Vereine verkleinert wird. Zwei Vereine steigen fix ab, zwei spielen Relegation gegen den Ersten und Zweiten der 2. Bundesliga – im Extremfall müssen also vier von zehn Teams absteigen.

Heimspiele als Events

Ihre Heimspiele will die Union zu richtigen Events machen. Es sollen Tribünen für rund 300 Zuschauer aufgebaut werden, die riesige Halle wird mit Vorhängen „reduziert“, die Beschallung und das Licht werden optimiert und es wird einen kleinen VIP-Bereich geben. Der Eintritt wird aber gratis sein.


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