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Hohenzell. Mit der Fertigstellung und Eröffnung des Rückhaltebeckens Rettenbrunn sind jetzt die drei wichtigsten Bäche im Einzugsgebiet von Ried mit Rückhaltebecken gesichert.

Auf der Südseite des Dammes entsteht ein weitestgehend naturbelassenes Areal.
  1 / 4   Auf der Südseite des Dammes entsteht ein weitestgehend naturbelassenes Areal.

Zum Großprojekt „Hochwasserschutz Antiesen“ zählen neben Rettenbrunn auch die Becken an der Oberach in Hof (Gemeinde Pattigham, seit 2008) und an der Breitsach in Wötzling (Gemeinde Hohenzell, seit 2009). Sie bilden ein wirksames Bollwerk gegen verheerende Hochwasserereignisse. Insgesamt können die mit Kosten von rund 2,7 Millionen Euro errichteten drei Becken 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen und zeitverzögert abgeben. 50 Prozent der Kosten sind vom Bund finanziert, 45% vom Land, 5% vom Wasserverband Antiesen (WVA). Rettenbrunn ist das 56. Rückhaltebecken in Oberösterreich und eines von 563 Hochwasserschutzprojekten in der Amtszeit von Landesrat Rudi Anschober seit 2005 (65 sind derzeit in Umsetzung). Dafür wurden mehr als 700 Millionen Euro investiert – enorme Investitionen, die aber, wie Anschober betonte, durch geringere oder vermiedene Schäden nach Hochwassern schon wieder eingespart wurden. Landtagsabgeordneter Alfred Frauscher wies darauf hin, dass Hochwasser nicht nur materiellen Schaden anrichten, sondern auch menschlichen: „Nach dem Aufräumen bleibt oft die Angst.“ Dagegen gehe das Land mit aktiver Hochwasserschutzpolitik vor. Bei den Rückhaltebecken „gehen wir dorthin, wo das Hochwasser entsteht“, sagte Landesrat Anschober, der überzeugt ist, dass das Becken eher früher als später gebraucht wird: „Durch die Hitze entsteht mehr Dampf, was zu stärkeren Gewittern führt.“ Der Obmann des Wasserverbandes Antiesen, Rieds Bürgermeister Albert Ortig, und Anschober dankten besonders den Bürgermeistern Johann Zweimüller (Hohenzell) und Johann Augustin (Neuhofen) sowie den Grundeigentümer-Familien Heißbauer und Feichtinger.


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