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Ried. In einem randvollen Festzelt, das fast den ganzen unteren Hauptplatz beanspruchte, feierte die ÖVP am Sonntag ihre Wahlkampfveranstaltung für den Bezirk – professionell aufgezogen mit Musik, fast pünktlichem Erscheinen des Landeshauptmanns und nicht zu langen Reden.

  1 / 5   Landeshauptmann Josef Pühringer (mit den Landtagskandidaten aus dem Bezirk) wetterte gegen rechte Hetze beim Asylthema.

Pühringer betonte zuerst, dass es bei dieser Wahl um Oberösterreich gehe und nicht um Wien oder Brüssel. HC Strache stehe hier nicht zur Wahl.

Dem Asylthema widmete er viel Redezeit. Die Sorgen der Menschen müsse man ernst nehmen: „Das sind keine Rassisten, sondern Menschen, die verunsichert und verängstigt wurden.“

Gefragt seien Anstand und Hausverstand. „Es ist unsere Pflicht als Menschen – und besonders als Christdemokraten – mit diesen Menschen anständig umzugehen und ihnen ein ordentliches Quartier zu geben.“ Es gebe allerdings eine Belastungsgrenze, die Pühringer etwa bei einem Prozent der Bevölkerung ansetzt: „Wenn alle Länder in Europa ihre Pflicht tun, kommen wir damit locker aus. Es kann aber nicht sein, dass nur einige wenige Länder die Last und die Kosten tragen. Wer sich aus der Solidarität verabschiedet, muss das finanziell spüren!“

So lange Deutschland an den Grenzen kontrolliere, müsse Österreich das auch tun. Wenn der Zustrom zu groß werde, müsse es ein Asyl auf Zeit geben. Pühringer: „Es ist ärgerlich, dass das Thema Asyl vor allem denjenigen Stimmen bringt, die kein Jota zur Lösung beitragen!“

Die Frage „Was gibt“s außer Asyl?“ beantwortete der Landeshauptmann selbst: „Das Wichtigste ist, Arbeit schaffen, Arbeitsplätze sichern und den Jungen eine Ausbildung zu ermöglichen.“ Die OÖVP stehe „für die besten Schulen der Welt“, sie stehe zu den Bauern und Senioren, für einen sparsamen Umgang mit Steuergeld, zu starken Gemeinden und „zu einer Politik des Miteinanders und der Zusammenarbeit“.


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