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RIED. Im Bezirk sind in den nächsten Monaten etliche In­frastrukturprojekte geplant, um, wie Infrastruktur-Landesrat Günter Steinkellner sagt, „die dynamische Entwicklung des Innviertels und des Bezirkes weiter zu fördern und voranzutreiben“.

Die Spange Ried wird am östlichen Ende neu trassiert. (Plan: Land OÖ)
Die Spange Ried wird am östlichen Ende neu trassiert. (Plan: Land OÖ)

Bereits zum Jahresende 2018 – mit dem Fahrplanwechsel im Dezember – wird das Innviertler Verkehrskonzept umgesetzt. Dadurch wird nach langjähriger Diskussion auch im Bezirk Ried die Vernetzung und Vertaktung von Bus- und Zugverkehr effizient gestaltet.

Eine besonders wichtige Drehscheibe des Verkehrskonzeptes wird der Rieder Bahnhof mit dem neuen Busterminal sein. Dieses Projekt hat sich allerdings aufgrund der starken Baukonjunktur und der hohen Stahlpreise um fast die Hälfte verteuert. Sowohl der Landtag als auch der Rieder Gemeinderat mussten daher Beschlüsse zur Ausweitung des Finanzierungsrahmens fassen, um dieses wichtige Bauvorhaben nicht zu gefährden.

Spange Ried 3

Bei der Südumfahrung der Bezirksstadt werden die Unterlagen für die straßenrechtliche und die eisenbahnrechtliche Bewilligung, die natur- und landschaftsschutzrechtliche Feststellung sowie für die wasserrechtliche Bewilligung ausgearbeitet.

Die dafür erforderlichen Boden- und Grundwasseruntersuchungen sowie eine lärmtechnische Untersuchung sind beauftragt. Die Verkehrsuntersuchung wurde auf Basis von neuen Erhebungen im Herbst 2017 aktualisiert.

Vom Kreisverehr beim Gadermaier-Hof wird die B143 Hausruckstraße bis in den Bereich Auleiten neu trassiert, wobei die Eisenbahnkreuzung mit der ÖBB-Linie Stainach-Irdning – Ried – Schärding mit einer Unterführung gestaltet wird.

Kreisverkehr Häuplkreuzung

Die Häuplkreuzung, bei der die lange Gerade der Kobernausser Landesstraße von der Kirchheimer und der Waldzeller Straße gekreuzt wird, ist seit Jahren eine Unfallhäufungsstelle. Vor allem Vorrangverletzungen führten hier zu Unfällen. Überholverbote und Geschwindigkeitsbeschränkungen hatten nicht die gewünschte Wirkung. Jetzt soll die Kreuzung durch einen Kreisverkehr entschärft werden. Positive Bescheide für Natur- und Landschaftsschutz sowie Wasserrecht liegen bereits vor, die Unterlagen zur Grundeinlöse sind in Ausarbeitung.

Kreisverkehr Aurolzmünster

In Aurolzmünster soll an der Kreuzung der B143 Hausruckstraße mit der L510 Weilbacher und L1083 Mehrnbacher Straße ein Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 28 Metern errichtet werden. Die Maßnahme soll den Verkehrsfluss verbessern und für Fußgeher das Queren der B143 erleichtern. Hierzu liegt eine Machbarkeitsstudie vor. Um den nötigen Platz zu schaffen, hat die Marktgemeinde Aurolzmünster Kaufvereinbarungen für zwei Häuser abgeschlossen, wobei ein Gebäude bereits abgerissen wurde.

Weitere Projekte

Im Bereich des Inzenaicher Hölzls (von Ried aus kurz vor Eberschwang) ist beabsichtigt, die bestehende Bundesstraße 143 auf einer Länge von etwa 1,2 Kilometern auszubauen, das Gewerbegebiet mittels Linksabbiegestreifen inkl. Erschließungsstraßen an die B143 Hausruckstraße anzubinden und die Anzahl der Zufahrten zu reduzieren. Die Unterlagen zur Grundeinlöse sind in Ausarbeitung. Bereits im Bau sind die Bypässe beim Kreisverkehr in Tumeltsham.

In Mettmach ist geplant, einen Teil der Ortsdurchfahrt neu zu gestalten. Das Projekt wird gemeinsam mit der Gemeinde ausgearbeitet.

Im Ortsgebiet von Pramet soll bei der Volksschule eine neue Bushaltestelle und eine Querungshilfe auf der L509 Frankenburger Straße errichtet werden.

Der Knoten Obereselbach (Anschluss der B143 im Gemeindegebiet von St. Marienkirchen a. H.) sollen umgestaltet werden, um dort Bushaltestellen zu errichten.


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