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RIED. Die Sperre des Fußgänger-Übergangs beim Bahnhof, die von den ÖBB in der vergangenen Woche überraschend durchgeführt wurde, stößt auf Unverständnis. Die ÖBB argumentieren, dass der Übergang laut einer bautechnischen Untersuchung nicht länger gefahrlos betreten werden kann.

Der 1906 errichtete Übergang wurde in der Vorwoche überraschend gesperrt.
Der 1906 errichtete Übergang wurde in der Vorwoche überraschend gesperrt.

Durch die Sperre wird der Ortsteil Wegleiten für Fußgänger praktisch abgeschnitten – um das Gebiet zu Fuß erreichen zu können, müssen sie große Umwege in Kauf nehmen oder die enge und nicht ungefährliche Unterführung der Eberschwangerstraße benutzen. Die Befürchtung, dass gerade Schüler die Gleise jetzt verbotenerweise überqueren, ist nicht von der Hand zu weisen.

Nicht logisch

Thaddäus Berneder, der Bereichssprecher des Vereines Fahrgast OÖ und ehemaliger Fahrdienstleiter in Ried, stellt die Logik der ÖBB in Frage. Er sei von Dutzenden erboster Anrainer kontaktiert worden und sagt: „Sollte der Übergang tatsächlich technisch in einem derartig schlechten Zustand sein, dass die Sicherheit der Fußgänger nicht mehr gewährleistet werden kann, dann dürften auch keine Züge mehr unter der Brücke durchfahren, da die dadurch entstehenden Vibrationen – noch dazu wenn gleichzeitig zwei Züge durchfahren – sicher wesentlich mehr Belastung für die Brücke bedeuten, als wenn einzelne Fußgänger die Brücke queren.“

Der Verein Fahrgast fordert daher „mit Rücksicht auf die Sicherheit der Schulkinder und der betroffenen Anrainer“ sofortige Sanierungsmaßnahmen.

Stadt sucht Lösung

Die Stadt hat reagiert und bereits ein Gespräch mit rund 40 Betroffenen geführt. Wie Bürgermeister Albert Ortig mitteilte, sei für den 2. Oktober ein Gespräch mit den Verantwortlichen der ÖBB festgesetzt. „Die Stadt will versuchen, so rasch wie möglich eine Vereinbarung zur Sanierung und zum Erhalt des Übergangs zu erreichen.“ Gleichzeitig sei man schon dabei, für die (Schul-)Kinder eine Lösung zu finden, eventuell mit Schulbussen.


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